Stadt Neusäß schafft neue Plätze für Kinderbetreuung

Die evangelische Emmausgemeinde erstellte auf kircheneigenem Grundstück einen Neubau für eine Krippen- und zwei Kindergartengruppen. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek


Der Kindergarten von St. Thomas Morus in Neusäß wurde um zwei Krippengruppen erweitert, die evangelische Emmausgemeinde hat kürzlich einen Neubau für eine Krippen- und zwei Kindergartengruppen auf seinem kircheneigenen Grundstück an der Etzelstraße realisiert. Zusätzlich hat die Stadt aufgrund der angespannten Situation im Kindergartenbereich das alte Gebäude des Emmauskindergartens an der Gartenstraße erworben und zu Beginn dieses Kindergartenjahres mit einem Betreuungsangebot für eine Kindergartengruppe unter städtischer Trägerschaft wiederbelebt.

"Es war goldrichtig, dass wir dieses Objekt gekauft haben", freut sich Greiner. Wegen der steigenden Nachfrage wird hier ab Herbst eine zweite Kindergartengruppe eingerichtet.

"Die Kinderbetreuung stellt uns vor zunehmende Herausforderungen" so Greiner. Die Stadt habe den Bedarf an Kinderplätzen genau beobachtet und arbeite an geeigneten Lösungen, um jedem Kind in Neusäß einen Betreuungsplatz garantieren zu können.

In einer Befragung der Eltern im vergangenen Jahr wurde festgestellt, dass im Krippen- und Kindergartenbereich weitere Plätze erforderlich seien. Notwendig werden in naher Zukunft neue Kindertageseinrichtungen im Bereich des neuen Sailer-Areals und beim sogenannten Schuster-Areal. Dafür sei bereits eine Lösung im Bereich des bestehenden Kindergartens an der Westheimer Straße angedacht. Ob in Form einer Erweiterung oder Anbaus ist noch nicht entschieden.

Stark steigender Bedarf wurden auch im Stadtteil Steppach gemeldet. Hier soll ein Neubau mit 55 Betreuungsplätzen entstehen. Mit dem Bau des 1,9 Millionen Euro teuren Projektes soll noch 2016 begonnen werden. "Die Kinderbetreuung ist uns viel Wert, lieb und teuer", erklärt Bürgermeister Greiner. Immerhin schlagen diese Ausgaben mit rund sieben Millionen Euro zu Buche. Die Unterdeckung betrug im Jahr 2015 2 800 000 Euro und steige voraussichtlich 2016 auf bis 3,3 Millionen Euro an.

Der Wunsch nach Kinderbetreuung endet aber nicht mit dem sechsten Lebensjahr. An allen Neusässer Grundschulen ist eine Ausweitung der Mittagsbetreuung feststellbar. Darüber hinaus weite die Stadt ständig die Ferienbetreuung für Schulkinder aus. "Zu Beginn der neuen Stadtratsperiode haben wir uns das Ziel gesetzt: Vorfahrt für Zukunftsinvestitionen und eine solche Zukunftsinvestition ist beste Bildung für unsere Kinder", so Greiner.

Im ganzen Stadtgebiet Neusäß gibt es derzeit 894 anerkannte Plätze in Krippen, Kindergärten und Horten in 15 Einrichtungen. 191 Plätze entfallen auf unter Dreijährige, davon 134 in reinen Krippenbereichen sowie 126 für Schulkinder in Kindergärten und Horten. (Jutta Kaiser-Wiatrek )
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