Elias Tiedeken vom TSV Neusäß ist zum zweiten Mal „Schiedsrichter des Jahres“

Elias Tiedeken ist zum zweiten Mal „Schiedsrichter des Jahres“

Höchste Auszeichnung für Ehrenobmann Ostrowski

Drei herausragende Auszeichnungen haben den Ehrungstag 2017 der Schiedsrichter-Vereinigung Augsburg überstrahlt: Helmut Muders (TSV Herbertshofen) wurde in der Stadthalle Neusäß zum Ehrenmitglied ernannt, Elias Tiedeken (TSV Neusäß) zum „Schiedsrichter des Jahres“ und Ehrenobmann Wilfried Ostrowski erhielt die höchste Auszeichnung der Gruppe, die Karl-Riegg-Medaille.

Elias Tiedeken hat seine Schiri-Laufbahn erst so richtig begonnen. Seit acht Jahren ist er Referee, und schon zum zweiten Mal nach 2013/14 ist er zum „Schiedsrichter des Jahres“ der Gruppe ausgezeichnet worden. Der 21-jährige Neusässer leitet Spiele bis zur Bayernliga und in der A-Junioren-Bundesliga. „Diese Auszeichnung bestärkt mich, meinen Weg so weiterzugehen. Und sie ist gleichzeitig Verantwortung für mich, als Vorbild voranzugehen und andere zu unterstützen“, sagte Tiedeken, als Färber ihm den Wanderpokal überreicht hatte.

Erst zwei Personen haben diese Karl-Riegg-Medaille bekommen: der langjährige Bezirksvorsitzende und Vizepräsident des Bayerischen Fußballverbandes (BFV), Hermann Güller (FCA), sowie der ehemalige Einteiler, stellvertretende Obmann und „Rekordschiri“ Artur Alt (TSV Steppach). Der 60-jährige Ostrowski ist nun der dritte im Bunde. 1974 begann der ehemalige Abteilungsleiter des TSV Fischach seine ehrenamtliche Tätigkeit als Fußball-Schiedsrichter. Er fungierte als Einteiler, neun Jahre als stellvertretender Obmann und schließlich zwei Amtsperioden als Obmann – von 1994 bis 2002. „Seine achtjährige Amtszeit steht als sportliches Fundament unserer Gruppe bis heute“, sagte der heutige Vorsitzende Thomas Färber. Unter Ostrowskis Führung sei das soziale Wochenende ins Leben gerufen worden. Die Unparteiischen aus Augsburg und Umgebung spenden seit 21 Jahren einmal pro Jahr ihre Aufwandsentschädigungen des Wochenendes für einen guten Zweck. Mehr als 35000 Euro sind auf diese Weise für Menschen in Not gesammelt worden.
In seiner Amtszeit schafften zahlreiche Unparteiische den Sprung in die höchsten Klassen – von der Bayernliga bis zum DFB. Ostrowski führte den „Obmann auf dem Lande“ ein, die Mitgliederzeitschrift „Zirbelnuss“ und er organisierte ein internationales Grillfest. „Seine Ära steht insbesondere für soziale Verantwortung, Gütigkeit und Menschlichkeit“, stellte Färber in seiner Laudatio fest. In Würdigung seiner Tätigkeit wurde Ostrowski 2002 zum Ehrenobmann ernannt. Nun erhielt er für seine „herausragenden Verdienste um die Schiedsrichtergruppe und den Fußballsport insgesamt“ die Karl-Riegg-Medaille, die an den langjährigen Bundesliga-Schiedsrichter Karl Riegg erinnert, der auch Europapokal- und Länderspiele leitete. Noch heute engagiert sich Ostrowski als Beisitzer im Bezirks-Sportgericht.

Helmut Muders ist seit 40 Jahren Schiedsrichter. Er erhielt die Ehrenmitgliedschaft. Der gebürtige Duisburger, der bei seinem Heimatverein TSV Herbertshofen auch schon als Jugendtrainer und Jugendleiter tätig war, ist mit seinen 74 Jahren immer noch an der Pfeife aktiv.



Während des dreistündigen, festlichen Programms wurde eine Reihe weiterer Unparteiischer für ihre langjährige Treue geehrt (siehe gesonderte Liste). Die Schiedsrichter-Vereinigung gastierte bei ihrem siebten Ehrungstag zum zweiten Mal hintereinander in der Stadthalle Neusäß. Wie im Jahr zuvor sorgte die Städtische Sing- und Musikschule Neusäß unter der Leitung von Katharina Waldmann mit ihren kleinen, aber talentierten Musikern für eine gelungene Umrahmung des Festakts.

Georg Schalk
0
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.