Mitglieder des TSV Neusäß stimmen Konzept und Finanzierung der Sportheim-Sanierung zu

Das 30 Jahre alte Sportheim am Lohwaldstadion kann nun energetisch saniert werden (Foto: TSV Neusäß)
 
Die Vereinsmitglieder stimmten dem Sanierungskonzept und der Finanzierung zu (Foto: TSV Neusäß)

Die energetische Sanierung des Sportheims am Lohwaldstadion ist ein Projekt, das den TSV Neusäß inzwischen seit 2010 beschäftigt. Nach einer intensiven Planungsphase, in der allerhand Sanierungsvarianten und Finanzierungsmöglichkeiten durchgespielt wurden, konnte die Vereinsführung den Vereinsmitgliedern nun ein Maßnahmenpaket vorstellen.

Dieses umfasst umfangreiche Arbeiten an Fenstern, Dach, Heizung, Dämmung und Lüftung. Außerdem erhält das Sportheim eine Solaranlage. Die gewonnene Energie soll unter anderem für die Versorgung mit Warmwasser genutzt werden.

Das vorgestellte Maßnahmenpaket wurde von der Neusässer Bauingenieurin Natalie Schüller sorgsam erarbeitet und von einem Energieberater auf Herz und Nieren geprüft. Die Gesamtkosten in Höhe von rund 410.000 Euro soll durch Zuschüsse der Stadt Neusäß, des Bayerischen Landessportverbands (BLSV), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und des Landratsamts gedeckt werden. Natürlich wird auch der TSV Neusäß selbst einen Beitrag leisten: Neben diversen Arbeitsstunden für Maßnahmen, die in Eigenleistung realisiert werden können, wird der Verein über einen Zeitraum von 20 Jahren eine monatliche Kreditrate von 1.000 Euro bedienen. Eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ist deshalb aber aktuell nicht geplant. Ein erheblicher Teil der Rate kann stattdessen durch Mittel gedeckt werden, die durch das Ende eines Altdarlehens freiwerden (500 Euro pro Monat). Darüber hinaus wird die Sanierung zu Einsparungen bei den Energiekosten führen. Bei einer vorsichtigen Schätzung von nur 33 Prozent geringeren Energiekosten wären dies etwa 335 Euro pro Monat. Laut Aussage des Energieberaters ergibt sich durch das Sanierungskonzept jedoch ein Einsparungspotenzial von 50 bis 60 Prozent – und die Sanierung des Dachs war damals noch gar nicht geplant! Legt man diese 50 Prozent geringeren Energiekosten zugrunde, wären dies 500 Euro pro Monat. Somit könnte der Kredit ohne zusätzliche Mittel des Vereins getilgt werden.

Sinnvoll ist die Renovierung auch deshalb, weil einige der geplanten Arbeiten in jedem Fall in den nächsten Jahren auf den Verein zukommen würden: Diese „Sowieso-Kosten“ schlagen mit mehr als 133.000 Euro zu Buche. In Anbetracht dieser Investitionssumme und der zu erwartenden Einsparungen durch die energetische Sanierung, ist das umfangreichere Sanierungskonzept in jedem Fall sinnvoll. Das sahen bei der einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung auch die Mitglieder des TSV Neusäß so und votierten fast einstimmig (1 Enthaltung) für das Sanierungskonzept und genehmigten die Finanzierung des Vorhabens.

Inzwischen liegt die Genehmigung des BLSV zum vorzeitigen Baubeginn vor. Die Arbeiten können also beginnen. Die Bewilligung des Zuschusses wird für Ende 2017 erwartet. Die Stadt Neusäß wird über den Finanzierungsplan und die genaue Bezuschussungshöhe am 10. Januar 2017 entscheiden.

Mit diesen Beschlüssen wird der Weg nun frei, das 30 Jahre alte Sportheim energetisch zu überholen und damit zukunftsfähig zu machen.
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