Schlägerei, Wildbiesler und 20 Platzverweise: Die Polizeibilanz für den Fasching in Klosterlechfeld und Schwabmünchen

Im Großen und Ganzen ist die Polizei mit dem Verlauf des Faschingsumzugs in Schwabmünchen zufrieden. (Foto: Martin Zacher)

In Klosterlechfeld und Schwabmünchen seien die Faschingsumzüge vergleichsweise ruhig abgelaufen. Dieses Fazit zieht die Polizei. Trotzdem wurden auf dem Schrannenplatz 20 Platzverweise ausgesprochen.

"In Klosterlechfeld kam es zu fast keinen Sicherheits- und Ordnungsstörungen", heißt es im Polizeibericht vom Mittwoch. Das liege unter anderem am Branntweinverbot, das sich laut Polizei bewährt hat. Allerdings nicht komplett. "Leider brachten viele Zuschauer immer noch die verbotenen Glasflaschen mit zur Veranstaltung", heißt es weiter.

Ein Faschingswagen blieb an der Bahnschranke hängen - ohne Schaden zu verursachen. Kurze Aufregung gab es, als vor Beginn des Zuges noch einige Personen über die Bahngleise rannten, um zu urinieren.

Schwabmünchen: Schlägerei und 20 Platzverweise

Im Gegensatz zum Vorjahr, als ein Supermarkt wegen 150 betrunkener Jugendlicher hatte schließen müssen, vermeldet die Polizei rund um den diesjährigen Faschingsumzug in Schwabmünchen keine Probleme. "Der einsetzende Regen dämpfte wohl bei manchen die durch den Alkoholgenuss erhitzten Gemüter", mutmaßt die Polizei in ihrem Pressebericht.

Bei der anschließenden Party am Schrannenplatz fanden sich zwar weniger Personen als vergangenes Jahr ein. Trotzdem gab es hier für die Polizei noch Einiges zu tun.

Bei einer Schlägerei gegen 21.15 Uhr erhielten drei Personen einen Platzverweis, zweimal wird Anzeige wegen Körperverletzung gestellt, eine Person musste in Gewahrsam genommen werden. Eine Person versuchte vor der Polizei zu fliehen und "wurde daraufhin mit unmittelbarem Zwang festgehalten", so der Bericht.

Der Verantwortliche eines Faschingswagens wurde auf dem Nachhauseweg in Untermeitingen mit zu lauter Musik des Platzes verwiesen.

Ein 16-Jähriger wurde einer Jugendschutzkontrolle unterzogen. Nachdem bei ihm ein leergetrunkener Flachmann gefunden wurde, ergab der Alkoholwert 1,96 Promille. Er wurde dem Vater übergeben. Ein Bericht ans Jugendamt erfolgt.

Viel zu laut sei die die Musik des Faschingswagens auf dem Schrannenplatz nach Meinung mehrerer Beschwerdeführer gewesen, die sich bei der Polizei Schwabmünchen meldeten. Die Veranstaltung war von der Stadt Schwabmünchen bis Mitternacht genehmigt. Nach Rücksprache mit dem Veranstalter und dem Leiter des Ordnungsdienstes, wurde der Musikbetrieb deshalb um 23 Uhr eingestellt.

Insgesamt mussten 20 Personen am Schrannenplatz des Platzes verwiesen werden.

Kurz nach Mitternacht musste noch vom Rettungsdienst ein 19-Jähriger wegen Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.

Um 4 Uhr früh war noch eine alkoholisierte hilflose Person zu versorgen. Vergangenes Jahr sind 40 Rettungseinsätze gefahren worden.
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