Trickbetrüger ergaunern Schmuck in Schwabegg

Eine Rentnerin aus Schwabegg wurde Opfer des Antiquitätentricks. (Foto: Christoph Maschke)


Trickbetrüger haben eine Rentnerin getäuscht und sich so Schmuck in Wert von etwa 2000 Euro erschlichen.

Wie die Polizei in ihrer Mitteilung berichtet, entdeckte die 73-Jährige am Dienstag vor einer Woche eine Annonce in der Tageszeitung, in der eine Firma aus München inserierte, Pelzmäntel, Altgold sowie Gegenstände aller Art, hauptsächlich jedoch Antiquitäten, zu Höchstpreisen anzukaufen.

Als die Rentnerin die in der Annonce angegebene Handynummer anrief, meldete sich ein Mann, der angab, für die Firma "Antiquitäten Gabler" aus München zu arbeiten. Mit ihm vereinbarte die Frau für den nächsten Tag einen Besichtigungstermin bei ihr Zuhause in Schwabegg.

Pünktlich erschienen zwei Männer, die möglicherweise mit einem dunklen Mercedes Van angereist waren. Die Männer sollen zwischen 25 und 35 Jahre alt gewesen sein, Deutsch mit ausländischem Akzent gesprochen und einen sehr gepflegten Eindruck gemacht haben. Beide trugen sie einen dunklen Anzug, ein weißes Hemd und eine Krawatte.

Die Männer ließen sich von dem Ehepaar durch das Haus führen und begutachteten einen Mantel, Porzellan und andere Antiquitäten. Hierfür wollten die Männer sehr gute Preise bezahlen. Auch fragten die Männer die Schwabeggerin, ob sie Altgold in Form von Schmuck habe. 30 Euro pro Gramm Gold wollten sie der 73-Jährigen bezahlen.

Die Frau suchte daraufhin Goldschmuck im Gesamtwert von mindestens 2000 Euro zusammen, den die Täter mit einer offensichtlich manipulierten Waage wogen. Den Schmuck wollten die Männer sofort mitnehmen, jedoch erst bei einem weiteren Termin drei Tage später bezahlen. Dann wollten sie auch die Antiquitäten abholen und bezahlen. Als die Rentnerin daraufhin misstrauisch wurde, gab einer der Männer der 73-Jährigen 200 Euro für den Schmuck als Anzahlung. Anschließend verließen sie mit dem Schmuck das Haus des Ehepaares. Die Täter kamen nie wieder.

Unter der in der Annonce angegebenen Handynummer ist seitdem niemand mehr zu erreichen. Recherchen ergaben, dass weder die Firma noch die angebliche Anschrift existieren. Dem Rentnerpaar entstand ein Schaden in Höhe von mindestens 1800 Euro.

Laut Polizei handelt es sich hierbei um den "Antiquitätentrick". Die Täter täuschen per Zeitungsinserat Kaufinteresse an Antiquitäten vor und betrügen die Interessierten dann um Geld und andere Wertgegenstände. Nicht selten werden bei der Besichtigung vor Ort auch andere Gegenstände durch die Täter entwendet.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei davor, auf derartige Anzeigen zu reagieren und rät, genau zu prüfen, ob es sich um seriöse Firmen handelt. Nie sollten Fremde ins Haus gelassen werden.

Die Polizei sucht nach Geschädigten oder Personen, die ebenfalls auf die Zeitungsannonce reagiert und Kontakt mit den Tätern hatten. Hinweise nimmt die Polizei Schwabmünchen unter Telefon 08232/960 60 entgegen. (pm)
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