23. Konzerte Junger Talente mit Überraschungen

Zwei bunte und abwechslungsreiche Konzerte Junger Talente bot Familie Scherer in der Stadthalle Schwabmünchen. Für die südamerikanischen Melodien hatten die Blechbläser die entsprechenden Kostüme angezogen.
 
Der Beathof ließ es krachen beim Konzert Junger Talente. Auch die Jüngsten durften mtmachen.

Auch die 23. “Konzerte Junger Talente“ in der Stadthalle Schwabmünchen waren wieder gut besucht. Die Akteure – vom Vorschulkind bis zur talentierten Musikerin oder Musiker – zeigten vollen Einsatz und sorgten für zwei abwechslungsreiche Konzerte mit reichlichen Überraschungen. Monika Scherer führte charmant, unterhaltsam und informativ durch die Veranstaltungen und flocht hin und wieder persönliche Erlebnisse und Eindrücke mit ein. Das Programm, zusammengestellt vom Leiter des Lech-Wertach-Orchesters, Wolfgang Scherer, und seinen Söhnen Dominik und Valentin von der Musikschule Beathof, bot Musikalisches für jede Altersgruppe und jeden Geschmack. Da von der Raiffeisenbank Schwabmünchen gesponsert, kam der volle Erlös der Kartei der Not zugute.

Monika Scherer versuchte zu Beginn des Abends zu verdeutlichen, wie lange es schon die Konzerte Junger Talente gäbe. In den dreiundzwanzig Jahren – angefangen mit dem Schulorchester Maria Stern bis zum Lech-Wertach-Orchester – hat sich auch das Programm verändert: von überwiegend klassischen Darbietungen zu einem bunten Ablauf, bei dem auch Kinder und Tänzer mit eingebunden werden. Viele der Solisten erhielten bereits so viele Preise, dass eine Aufzählung den Abend füllen würde, meinte die Moderatorin.
Neu war in diesem Jahr, dass nach dem Orchester-Opening mit Melodien von Johann Strauß und Gioachino Rossini mit Nina Echl eine junge Künstlerin auftrat, die auf einer kleinen Bühne tanzte. Und immer wieder gab es Einlagen, die das Programm auflockerten. Da stürmten unter der Darbietung von Carla Dittrich (Klavier), die das Rondo Alla Turca aus der Klaviersonate Nummer 11 von Wolfgang Amadeus Mozart vortrug, sechs Blasmusiker in Lederhosen vor die Bühne und versuchten, das Publikum von ihrer Variante des Themas zu überzeugen – bis ein Eimer über ihren Köpfen ausgegossen wurde und die Gruppe BACKblech (Bläser des Lech-Wertach-Orchesters) wieder abzog. Wenig später erschienen die jungen Männer wieder und unterhielten die Besucher als Mexikaner verkleidet. Lautstark marschierten alle Gruppen des Beathofs ein, auch die Kleinsten, überwiegend in Kostümen, mit Trommeln und anderen Instrumenten und führten eine Komposition von Valentin Scherer auf, bei der das Publikum mitmachen sollte.

Töne erzeugen mit den Händen in der Luft

Beeindruckt zeigten sich die Besucher von einem Instrument, das selten gespielt wird: einem Theremin. Auch hier bewies Monika Scherer ihr Fachwissen. Sie erzählte vom Erfinder, einem russischen Spion, und wie das elektronische Gerät funktioniere. Johannes Göppel führte dies dann bei „Once upon a Time in the West“ von Ennio Morricone praktisch vor. Selbst alte Schreibmaschinen wurden als Musikinstrumente eingesetzt bei Leroy Anderssons „The Type Writer“. Interessant gestaltete sich die Gegenüberstellung zweier junger Sängerinnen. Bianca Steinbusch aus Bobingen sang Skyfall von Thomas Newman, mit kräftiger angenehmer Stimme. Danach brachte Yvonne Weidmann aus Konradshofen das Lied „Sexbomb“ von Tom Jones; sie spielte mit ihrer Stimme und kam mit ihrer Gestik beim Publikum gut an. Beide Lieder wie so manches Musikstück an diesem Abend hatte Felix Linsmeier arrangiert, der zurzeit in Würzburg studiert.

Zum Staunen brachten das Publikum aber die Darbietungen der preisgekrönten Solistinnen und Solisten, die mit den Fingern über die Tasten flogen, die Violine beherrschten und in Ensembles auftraten, zum Beispiel Lisa-Maria und Michael Günther aus Türkheim. Sie überzeugten durch ihre Vielseitigkeit, da sie oft mehrere Instrumente beherrschten und einige Künstler sowohl im Orchester als auch im Beathof mitmachten. Reines Vergnügen bereiteten die Orchesterstücke; Wolfgang Scherer hatte bekannte Werke ausgewählt, die von den jungen Musikern schwungvoll dargeboten wurden, beispielsweise die Zugabe "Alte Kameraden" von Karl Teike.
So war denn Günther Wölfle, Vorstandvorsitzender der Raiffeisenbank Schwabmünchen, voll des Lobs über den gelungenen Abend und hoffte, auch bei den 25. Konzerten Junger Talente dabei zu sein.
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