Baumfällung auf dem Gelände der Schwabmünchner Wertachklinik sorgt für Unmut im Bauausschuss

Neben vielen kleineren Bäumen wurden auch einige wenige Große gefällt.

Schwabmünchen Gut ein Duzend Bäume sind auf dem Areal der Wertachklinik Schwabmünchen gefällt worden. Die Stadt als Eigentümer wusste nichts davon und zeigt sich deshalb auch wenig erfreut darüber.

Stadträtin Margit Stapf war eigens in den Bauausschuss gekommen, um nachzufragen, weshalb in nordöstlichen Bereich des Grundstücks der Schwabmünchner Wertachklinik Bäume gefällt wurden. Sie wurde von einigen aufgebrachten Bürgern auf die Fällung aufmerksam gemacht. "Es kann doch nicht sein, dass ohne Wissens des Stadtrates auf öffentlichen Grund solche Maßnahmen durchführt werden", schimpfte sie.

Doch selbst die Stadtverwaltung wusste nichts von der Fällung. Bürgermeister Lorenz Müller erklärte, "dass die Verwaltung auch erst am Dienstag davon erfahren habe." Zudem erläuterte er, dass die Stadt zwar Eigentümer des Grundstücks ist, aber die Nutzungsrechte und somit auch die Pflichtaufgaben wie Unterhalt und Verkehrssicherung, an die Wertachkliniken übertragen habe.

Trotzdem zeigte auch er sich von den Fällarbeiten wenig begeistert. "Solche Maßnahme gehören trotzdem mit der Stadt abgesprochen", stellt er fest. Vor allem, da die Stadt erst vor ein paar Monaten ein Programm zum Erhalt von Bäumen aufgelegt hat, sorgt die Fällung nun für schlechte Laune bei den Stadträten. "Wir machen uns Gedanken, wie wir Bäume erhalten, und dann wird das alles so ins Absurde geführt", zeigt auch Rudolf Lautenbacher seinen Unmut.

Grünamtleiter Roland Schiller sagte zu, umgehend für Aufklärung zu sorgen. Dies ist mittlerweile geschehen. "Es liegt ein Gutachten vor, das belegt, dass die Bäume ein Risiko dargestellt haben", erklärt er auf Nachfrage. Trotzdem ist auch er mit der Vorgehensweise nicht zufrieden. "Zeitpunkt und Art waren nicht optimal. Für die Zukunft ist nun vereinbart, dass so etwas nur noch in Absprache mit der Stadtverwaltung gemacht wird", erklärt er. Positiver Effekt ist aber, dass im Zuge der weiteren Aufräumarbeiten auch das in diesem Bereich herumliegende Grüngut entsorgt wird. Spaziergänger und Anwohner hatten deswegen schon wegen des dadurch dort hausendem Ungeziefers geklagt.
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