Bis der Sand glüht: Tanzen auf dem Singold Festival in Schwabmünchen

Hoch die Hände. Die Besucher tanzen und klatschen vor der Seebühne
 
Der Höhepunkt am Samstagabend: Käptn Peng hat die Menge im Griff.

Welch ein Wochenende in der ehemaligen Kreisstadt Schwabmünchen. 200 ehrenamtlich arbeitende Jugendliche haben am Freitag und Samstag die größte Party im Augsburger Land auf die Beine gestellt. Insgesamt 8000 Gäste feierten in Mitten von Schwabmünchen auf dem Singoldsand-Festival friedlich und ausgelassen bei bestem Wetter.

Gut eine Woche dauerte die direkte Vorbereitung auf dem Gelände rund um die Schwabmünchner Geyerburg. Geplant und getüftelt wird jedoch schon Monate vorher.
Und die viele Arbeit der Jugendlichen hat sich wirklich gelohnt, denn an den beiden Festivaltagen hat alles gestimmt. Das Gelände war wie immer schon unglaublich fantasievoll und aufwändig dekoriert - fast schon ein Alleinstellungsmerkmal des Singoldsands.

Mehr als 20 Bands in Schwabmünchen

Doch nicht nur für das Auge war viel geboten. Auch die Ohren kamen auf ihre Kosten. Auf zwei Bühnen - der großen Strandbühne auf dem Eisplatz und der kleinen Seebühne zwischen Geyerburg und Singold - sorgten mehr als 20 Bands für beste Unterhaltung. Es waren nicht nur die "großen" Namen wie Käptn Peng, Von wegen Lisbeth, FM Belfast oder Klischée die an den Abenden den Sand vor der Strandbühne zum glühen brachten. Auch die Seebühne hatte mehr als nur optische Reize. Egal ob die Augsburger von Ein Quantum Horst, Django S oder Black River Delta auch dort war die Stimmung schnell auf dem Höhepunkt - und die Besucher tanzend in der hüfttiefen Singold.

Auch das Drumherum um die beiden Bühnen lud zum Wohlfühlen und Feiern ein. Und zwar Generationsübergreifend. Denn vom Pampersrocker bis zu Oma und Opa tummelte sich jede Altersgruppe auf dem Gelände, ds noch einiges Anderes zu bieten hatte. Denn auch die Feinschmecker unter den Gästen sollten nicht zu kurz kommen. Viele verschiedene Essens- und Getränkestände warteten auf die Festivalgäste. Ein großer Teil davon wurde von regionalen Vereinen betrieben. Das hat einen Hintergrund, wie Stefan Missenhardt vom Organisationsteam erklärt: "Uns ist wichtig, das die Jugend profitiert. Daher können die Vereine mit ihren Ständen hier Geld für ihre Jugendarbeit erwirtschaften." Das wirkt sich auch auf die Kosten aus, die beim Besuch des Festivals entstehen. Durch die ehrenamtliche Arbeit und die Unterstützung von Sponsoren und der Stadt können die Ausgaben für das Festival und somit auch die Eintrittspreise gering gehalten werden. Da auch die Standmieten moderat gestaltet sind, sind auch die Preise für Speisen und Getränke günstig.

Bürgermeister Müller ist stolz: "Tolle Jugend" hat friedliches Festival organisiert

So hat das Festival sich inzwischen weit über Schwabmünchen hinaus einen Namen gemacht, was auch die rund 500 Gäste beweisen, die sich ein Camping-Ticket besorgt haben.
Unter den Gäste weilte auch Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller. "Ich bin unwahrscheinlich dankbar und auch ein bisschen stolz darauf, dass wir in Schwabmünchen eine so tolle Jugend haben, die das alles selbst organisiert," so Müller.
Doch nicht nur die Organisation war vorbildlich, auch das Verhalten der Gäste passte ins perfekte Bild. Die Schwabmünchner Polizei sprach von einem friedlichen Festival ohne wirkliche Zwischenfälle.

Kein Wunder, dass beim Abbau am Sonntag bei Helfern, Organisatoren und Gästen die nochmals vorbeischauten, ein wenig Wehmut herrschte, da die zwei schönen Tage vorbei waren. Ein wenig Trost spendet da das Wissen, dass es am 24. und 25. August 2018 die achte Auflage dieses einzigartigen Events geben wird.
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