Bürgerversammlung in Schwabmünchen

Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller berichtete bei der Bürgerversammlung auch über den Stand um die Sanierung des alten Rathauses.

Schwabmünchen Rund 100 interessierte Bürger fanden den Weg in die neu sanierte Schwabmünchner Stadthalle um der Bürgerversammlung zu folgen. Große Neuigkeiten hatte dabei Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller nicht im Gepäck, dafür die Erkenntnis, dass es in fast allen Bereichen richtig gut läuft.

Im Zuge seines Berichtes erläuterte Müller nochmals die in diesem Jahr umgesetzten Projekte. Den Anfang machte die nach rund neun Monaten Sanierungszeit erst vor Kurzem wiedereröffnete Stadthalle. Dabei hob er nicht nur das neu erstellte Foyer hervor, sondern auch "Maßnahmen, die keiner sieht, aber viel Geld gekostet haben", wie die Erneuerung der Heizungs- und Lüftungsanlage und die Verbesserung der Brandschutztechnik. Dabei wurde auch an Betriebskosten und Umwelt gedacht, denn die Halle wird nicht mit einer energieintensiven elektrischen Klimaanlage, sonder grundwassergestützt betrieben. Weiter berichtete Müller von der Neugestaltung der Holzheystraße im Bereich der Grundschule, die er als "größte Tiefbaumaßnahme" der Stadt bezeichnete. Dabei seien mehrere Probleme in einem Aufwasch gelöst worden. Die Verkehrssicherheit, vor allem für die Grundschulkinder, hat sich deutlich gebessert, zudem ist der Parkplatz vor der Bücherei nun ansprechender und sicherer. Ein weiteres Plus ist die neue Verkehrsführung samt der Kennzeichnung auf dem Festplatz.
Mit dem Alten Rathaus musste der Bürgermeister auch von einer "Niederlage" berichten. Bei der Bürgerversammlung im vergangenen Jahr war sich das Stadtoberhaupt noch sicher, dass 2016 schon fleißig an der Sanierung gearbeitet wird. Doch passiert ist bislang nichts. Ursache dafür ist der immer noch fehlende städtebauliche Förderbescheid. "Auch uns dauert das inzwischen schon lange", gesteht Müller, der hofft, dass dieser noch in diesem Jahr kommt.
Erfolgreicher als die Sanierung des Alten Rathaus gestaltet sich Erhöhung des Wohnraumes in Schwabmünchen. 50 Bauplätze für Einfamilienhäuser sowie einige für Bauträgerobjekte hat die Stadt im Nordosten ausgewiesen. Allesamt sind verkauft, auf den meisten wird bereits gebaut. Doch nicht nur am Rand der Stadt entsteht Wohnraum. Müller begrüßte es, dass - vor allem durch Bauträger - auch im Stadtgebiet neue Wohnungen geschaffen werden. Die Stadt arbeitet bereits an der Ausweisung eines weiteren Baugebiets. Auch hier soll der Preis für das Bauland, zumindest im Einheimischenmodell, wieder deutlich günstiger als im Umland sein. Zuletzt kostete der Quadratmeter 195 Euro. "Wir wollen, das Schwabmünchner in ihrer Heimat Bauplätze zu vernünftigen Preisen bekommen", stellt Müller klar.
Fortschritte gibt es auch im Gewerbebau. An der Augsburger Straße sind inzwischen alle Flächen verkauft, baldmöglichst soll im Norden ein weiteres Gewerbegebiet entstehen.
Beim Blick auf die Zukunft geht es nicht nur um das Alte Rathaus. So soll die Singoldbrücke samt des direkten Umfelds auf Vordermann gebracht werden. Im Luitpoldpark, dem nach Müller "Juwel der Stadt" soll eine neue Wassertretanlage samt Spielplatz entstehen.
Erfreulich ist auch die Einwohnerzahl Schwabmünchens. Die Stadt wächst weiter, zum ersten Mal seit vielen Jahren gab es mehr Geburten als Sterbefälle. Derzeit leben 14150 Menschen in Schwabmünchen, 19 mehr als vor einem Jahr. "Da auch die Flüchtlinge zu den Einwohnern zählen, da aber rund 100 weniger in den Unterkünfte leben, ist das ein ganz erfreuliches Wachstum", so der Bürgermeister.
Auch finanziell sieht es in Schwabmünchen gut aus. Die Gewerbesteuereinnahme wird mit rund 8,5 Millionen Euro rund zwei Millionen über dem Haushaltsansatz liegen. Aus der Einkommenssteuer fließen 7,34 Millionen Euro in die Stadtkasse. Rund 2,2 Millionen Euro Schulden hat Schwabmünchen derzeit, was eine Pro-Kopf-Verschuldung von 158 Euro (Landesschnitt 697 Euro) bedeutet.
Im Anschluss des Vortrages von Bürgermeister Müller stellte der Landschaftsarchitekt Reinhard Baldauf seine Planung zur Neuordnung des Schwabmünchner Friedhofes vor. Diese wird in der Arbeitsgruppe des Stadtrates wie auch im Bauausschuss weiter besprochen.
Bei der Aussprache der Bürger zeigte sich, dass wohl eine hohe Zufriedenheit mit der Arbeit von Kommunalpolitik und Stadtverwaltung herrscht. Die meisten vorgebrachten Anliegen und Anmerkungen drehten sich um die Themen Friedhof und Verkehr. Die traditionellen Abschlussworte hatte Altbürgermeister und Ehrenbürger Elmar Pfandzelter, der seinen Nachfolgern für ihre gute Arbeit dankte.
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