Das Schulangebot der Region wächst weiter

Landkreis Zum kommenden Schuljahr gibt es mit dem System "9+2" ein weiteres Angebot, das vor allem die Möglichkeiten für Mittelschüler der Region interessant ist. Mittelschüler mit entsprechenden Notenschnitt können über dieses System die Mittlere Reife erlangen. Bisher mussten sie dazu jedoch nach Türkheim fahren, da dies nur dort angeboten wurde. Nun geht das auch in Untermeitingen.

Beim System "9+2" können Mittelschüler die den "Qualifizierenden Abschluss" mit einem Notenschnitt von 2,5 oder besser abgelegt haben, in zwei weiteren Jahren die Mittlere Reife erreichen. Der Unterrichtsschwerpunkt in den beiden Schuljahren liegt dann auf den prüfungsrelevanten Fächern. Dadurch können auch Schüler, den die "Quali" ohne Englisch abgelegt haben, über diesen Weg die Mittlere Reife erlangen.
Die ursprüngliche Zielgruppe für das System "9+2" waren vor allem Schüler aus anderen Ländern, die zwar über eine gute Schulbildung, aber keine Deutschkenntnisse verfügen. Johannes Glaisner, Leiter der Schwabmünchner Mittelschule erklärt dazu: "Dabei geht es nicht nur um Kinder mit Migrationshintergrund, sonder auch um Kinder von Auswanderen." So hatte es Glaisner auch schon mit Kindern aus Brasilien zu tun. "Diese haben eine gute Vorbildung, kommen aber wegen der fehlenden Deutschkenntisse auf die Mittelschule. "Mit "9+2" haben sie die Chance, Deutsch zu lernen und im Nachgang einen höheren Abschluss zu machen", ergänzt der Schulleiter. Doch auch für viele andere Schüler bietet "9+2" eine große Chance. "Der Fokus liegt auf den sogenannten Spätzündern. Es gibt Jugendliche, die einfach nicht sofort die Leistung bringen können oder wollen", so Glaisner. Das Konzept "9+2" läuft seit rund fünf Jahren in Bayern und Glaisner bezeichnet es als "eine wichtige Ergänzung."
Bisher mussten Schüler aus dem Landkreissüden nach Türkheim fahren, wenn sie die Mittlere Reife über "9+2" machen wollten. Zum kommenden Schuljahr geht dies auch in Untermeitingen. Die Klassen in Türkheim wurden zu weiten Teilen von Schülern aus der Region getragen. Vor allem die Verkehrsanbindung nach Türkheim erwies sich aber als problematisch. "Mit dem Standort Untermeitingen haben wir eine tolle Schule mit sehr guter Ausstattung und einer idealen Verkehrsanbindung", freut sich Glaisner. Durch das Angebot in Untermeitingen wird "9+2" auch für Schüler der Mittelschulen von Großaitigen, Bobingen und Königsbrunn interessant, die bisher nach Gersthofen gefahren sind.
Fast neu hingegen ist das Angebot der "Praxisklasse" an der Schwabmünchner Mittelschule. Nachdem diese ein Jahr ausgesetzt hat, soll sie im kommenden Schuljahr wieder verfügbar sein. Neben Schülern, die im theoretischen Bereich leistungsstark sind, gibt es auch solche, deren Stärken vor allem im praktischen Bereich liegen. An diese Schüler richtet sich das Angebot der Praxisklasse. Diese soll den Jugendlichen, die sich im letzten Pflichtschuljahr befinden, Wege in eine Ausbildung, bzw. berufsvorbereitende Maßnahme eröffnen. "So können wir ein breites Angebot für die Schüler aufstellen", freut sich Johannes Glaisner.
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