Der Mercedes unter den Bananen

Bettina Burkert von Banafair stellte fair gehandelte Bio-Bananen aus Ecuador vor. Josef Gegenfurtner hatte sie bereits am Vormittagbegleitet, als sie mit Schülern über das Thema sprach.

Sie haben einen stolzen Preis und sehen oft aus wie gemalt: Die Bananen von BanaFair, einer Importorganisation, die dem Weltladen in Schwabmünchen seit vielen Jahren die fair gehandelten Bio-Bananen liefert. Bettina Burkert reiste extra aus Freiburg an, um in den Leonhard-Wagner-Schulen und beim Weltladen-Treff über Bananen und über das Unternehmen BanaFair zu sprechen.

Josef Gegenfurtner hatte Bettina Burkert nach Schwabmünchen eingeladen und organisiert, dass sie am Vormittag den 7. Klassen der Realschule und dem Kurs Sozialwesen der Mittelschule von BanaFair berichtet. Vor allem die Mittelschüler hätten sich sehr interessiert gezeigt und sich über Ungerechtigkeiten beim Anbau von Südfrüchten aufgeregt. Zum Probieren gab es natürlich frische Bananen von BanaFair.
Am Nachmittag trafen sich zwanzig Personen im Weltladen in der Luitpoldstraße - die Referentin, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Weltläden und Kundinnen - zum sogenannten Weltladen-Treff, einer in unregelmäßigen Zeitabständen und zu unterschiedlichen Themen statt findenden Veranstaltung. Burkert erzählte vom Anbau der Biobananen und berichtete, was den Unterschied zu konventionellen Früchten ausmache: Der Bio-Standard der EU werde übertroffen. Die Früchte seien sogar “Naturland fair“-zertifiziert. Monokultur werde vermieden, der Boden gehegt und gepflegt, für Nährstoffversorgung werde gesorgt, täglich würden die Pflanzen auf Krankheiten und Ungeziefer kontrolliert – auch am Sonntag.

Sie schmecken einfach besser

Der arbeitsintensive Anbau habe seinen Preis, der sich aber auch auf den Geschmack auswirke. "Bio-Bananen aus Monokultur schmecken einfach nicht so", betont die Referentin. BanaFair beziehe seine Bananen von dem Produzenten UROCAL in Ecuador, etwa 120 Familien liefern Bananen, das ganze Jahr über. „Die Staude trägt neun Monate bis zur Ernte, dann wird die Mutterpflanze entfernt, daneben wachsen schon wieder neue Stauden“, erklärt die Referentin. Die Früchte würden grün geschnitten, sie reifen im Kühl-Container bei 13 Grad nach und würden erst nach drei Wochen Seereise wieder „aufgeweckt“, meinte Burkert.
BanaFair als entwicklungspolitische Non-Profit-Organisation sei auch in Bildungs-, Öffentlichkeits-, Kampagnen- und Lobbyarbeit tätig zu den Bedingungen, unter denen Bananen (und andere Südfrüchte) weltweit produziert und vermarktet werden. Weiter unterstützen sie finanziell Programme von Partnerorganisationen in Lateinamerika und der Karibik, bei denen es um Arbeits- und Menschenrechte, Ernährungssicherung und Ökologisierung der Bananenproduktion geht. BanaFair sei Gründungsmitglied im FORUM FAIRER HANDEL sowie bei EUROBAN (European Banana and Agro Industrial Action Network).
Die Referentin wies auf die Webseite von BanaFair hin, auf der Informationen und Materialien zu den Bananen, zu BanaFair und zu Kampagnen zu finden seien: www.banafair.de.
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