Die ersten in ihrem Beruf

Schwabmünchen Seit etwas mehr als drei Jahren ist das Bildungszentrum des Roten Kreuzes am Schwabmünchner Sparkassenplatz in Betrieb. Teil des Zentrums ist die Berufsfachschule für Notfallsanitäter. Diesen Beruf gibt es erst seit 2004. Dementsprechend konnte vergangene Woche der erste Jahrgang, der in dem neuen Berufsbild eine Ausbildung angetreten ist, sein Abschlusszeugnis in Empfang nehmen. Eine Ausbildung die es in sich hatte. Jeweils mehr als 1900 Stunden theoretischer Unterricht und Dienst auf Rettungswachen, dazu noch 800 Stunden Praktika in Krankenhäusern standen auf dem Lehrplan der Anfangs 26 Auszubildenden.
Auch wenn das Wort von Seiten der Schule nicht gern benutzt wird, nahm Schülersprecher Jonas Bradl in seiner kurzen Ansprache das Wort "Versuchskaninchen" in den Mund. So unrecht hatte er dabei nicht, was auch aus der Laudatio von Schulleiter Martin Tutschka herauszuhören war. "Es war einen Herausforderung an alle", so Tutschka. So galt es Lehrkräfte zu gewinnen, sich in die Thematik einzuarbeiten und auf die eine oder andere Änderung zu reagieren. Das lief nicht immer ohne Probleme ab, doch Schülersprecher Bradl lobte, dass diese immer, und oft gemeinsam, gelöst werden konnten.
Von den 26 Auszubildenden, die vor drei Jahren in den neuen Beruf gestartet sind, haben 20 die Prüfung absolviert, 14 davon taten dies erfolgreich. Dabei wurde ein Notenschnitt von 2,3 erreicht. Für die sechs, die die Prüfung im ersten Anlauf nicht geschafft haben, wird es weiter Unterstützung geben und noch in diesem Jahr eine Wiederholungsprüfung angeboten.
Zu den erfolgreichen Prüflingen zählt auch der Schwabmünchner Samuel Müller. Den praktischen Teil seiner Ausbildung hat er auf der Rettungswache in Schwabmünchen verbracht. Nun ist er beim BRK-Kreisverband Augsburg Land beschäftigt und wird auf den Rettungswachen in Landkreis eingesetzt. Müller ist über die Feuerwehr zu seinem Beruf gekommen. "Mich hat es interessiert, wie es weitergeht, wenn wir als Feuerwehr die Menschen geborgen haben", erklärt er. Nun ist er auf beiden Seiten der Rettungskette aktiv. Beruflich als Sanitäter und ehrenamtlich bei der Feuerwehr in Schwabmünchen.
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