Die neuen Pläne für das Burger-Anwesen in Schwabmünchen kommen an

Inzwischen wurde zumindest die halb zerfallene Mauer des Anwesens abgerissen und der Fläche eingezäunt
 
An dieser Stelle sollten eingentlich zwei Häuser entstehen, doch nun werden dort oberirdische Stellplätze geschaffen

Schwabmünchen Nachdem der Bauausschuss im November den Plänen der Ausfahrt GmbH auf dem Anwesen der ehemaligen Molkerei Burger 15 Stadthäuser und eine kleine Wohnanlage zu erstellen, eine klare Absage erteilte, nun neue Pläne vor, welche erst einen Tag vor der Sitzung eingereicht wurden. Diese finden breite Zustimmung im Gremium.

Im Nachgang der vergangenen Bauausschusssitzung fanden intensive Gespräche zwischen der Bauverwaltung und dem Planer statt. Die daraus resultierende neue Planung bezeichnete Stadtrat Rudi Lautenbacher als "Meilenstein der Veränderung".
Möglich macht dies der Verzicht auf zwei Häuser. Entlang der Lechfelder Straße sollen nun neun statt elf Einheiten entstehen. Dadurch wird an der Ecke zur Gartenstraße Fläche frei, die als oberirdischer Stellplatz genutzt wird. Die in der Tiefgarage dadurch frei werdenden Stellplätze werden einem Teil der vier Reihenhäuser im Süden des Grundstücks zugeteilt. So verbessert vor allem in der Gartenstraße die Verkehrssicherheit. In der vorhergegangenen Planung sollten dort sechs einzelne Zufahrten nahe dem Kreuzungsbereich entstehen. Nun ist es nur noch eine. Auch in der Tiefgarage wurde nachgeplant. Im hinteren Bereich ist diese nun breiter, so dass die Stellplätze besser angefahren werden können. Zudem bekommt das zu sanierende Eckhaus nun den geforderten direkten Zugang zur Tiefgarage. In Summe entstehen in der Tiefgarage und oberirdisch nun 41 Stellplätze, sechs mehr als baurechtlich notwendig. Auch das erwartete Parkproblem vor den Häusern in der Lechfelder Straße kann gelöst werden. Im der Mitte zwischen der Häuserzeile soll der Gehweg eingerückt werden, um eine Bucht zu schaffen. Diese soll als reine Ladezone dienen, so dass unter anderem Post und Paketdienste dort halten können, ohne den Verkehr zu sehr zu beeinträchtigen. Möglich ist dies, weil die Häuser 80 Zentimeter von der bisherigen Gehwegkante zurückrücken und diese Fläche der Stadt zur Verfügung steht.
Stadtbaumeister Stefan Michelfeit urteilt ebenfalls positiv über die neuen Pläne: "Das Maß der Nutzung ist im Rahmen, daher halte ich die Planung für Genehmigungsfähig". Dies sieht auch der Bauausschuss so, der die Planung grundsätzlich befürwortet. Auf Anregung von Rudolf Lautenbacher wurde der endgültige Beschluss aber vertagt. Zum einen möchte er, dass die Fraktionen die neuen Pläne zu Gesicht bekommen, zum anderen wünscht er sich eine Aussage über den Bauablauf. "Das teilweise entstandene Verkehrschaos bei der ein paar Meter weiter entstanden Wohnanlage an der Lechfelder Straße soll nicht nochmals entstehen", so Lautenbacher. Ähnlich sieht es auch Josef Alletsee, der sich vor allem wünscht, "dass es schnell vorangeht".
Bürgermeister Müller betonte, dass es nicht reicht, dass der begonnene Abriss fertiggestellt und ein Zaun aufgestellt wurde. "Der Bauschutt muss auch noch weg", fordert er.
Weitere Themen
Der Antrag auf Neubau dreier Silos eines Industriebetriebs in der Kaufbeurer Straße wurde zurückgestellt. "Es gilt zu prüfen, ob an dieser für das Ortsbild durchaus sensiblen Stelle die Silos anders aufgestellt werden können", begründete Bürgermeister Müller diesen Schritt.
Ebenfalls zurückgestellt wurde der Antrag zur Erweiterung eines Discounters in der Robert-Bosch-Straße. Diese reicht nahe an die Staatsstraße, daher möchte die Bauverwaltung erst mit dem Straßenbauamt Rücksprache halten.
Genehmigt wurde die Erweiterung des Kühlhauses und die Terassenüberdachung einer Gaststätte in der Riedstraße.
Die im Schwabegger Baugebiet "nördlich des Freiweges" entstandene Straße wird "Am Dorfgraben" heißen.
Rudolf Lautenbacher wies nochmals auf die Problematik des Schwerlastverkehrs im Bereich von Angerstraße und Kapellenweg in Schwabegg hin und regte eine Beschränkung auf 7,5 Tonnen an. Bürgermeister Lorenz Müller sagte zu, in einem Gespräch mit den dortigen Firmen eine Lösung zu finden. (ckr)
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