Die Werbegemeinschaft Schwabmünchen braucht eine neue Führung

Alexander Schneider und Alexandra Wilbert mit einem Liegestuhl, wie ihn die Mitglieder der Werbegemeinschaft im individuellen Design gestalten lassen können.

Neben der Rückschau auf die Aktivitäten der Schwabmünchner Werbegemeinschaft und dem Ausblick auf die noch kommenden Aktionen war Thema bei der Herbstsitzung des Gewerbevereins im Fokus: Die Neuwahlen im kommenden Jahr.

Schwabmünchen Gleich zu Beginn der Versammlung legte der vorsitzende Dr. Paul Müller die Karten auf den Tisch. Bei der im Frühjahr anstehenden Neuwahl der Vorstandschaft sind zwei Ämter in jedem Fall neu besetzten. Schriftführer Frank Schäfer steht für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Das schwerste Los wird aber die Suche nach einem Nachfolger für Paul Müller sein. Der bisherige Vorsitzende stellt sich im Frühjahr nicht mehr zur Wahl. "Zum Einen erreiche ich bald das Rentenalter. Zum Anderen bin ich kaum noch in Schwabmünchen. Außerdem sollte die Werbegemeinschaft von einem Schwabmünchner geführt werden," so Müller.
Im Rückblick auf das Frühlingsfest, den Schwabmünchner Sommer und den Michaelimarkt gab es nur positives zu berichten. Mit Blick auf die Muttertagsaktion wünscht sich Reimund Keppeler die Wiedereinführung der Losaktion. "Die kam gut an und wurde von den Kunden gewünscht," erklärt er. Christoph Lehle berichtete nochmals vom großen Erfolg des "Schwabmünchner Sommers", der natürlich auch "dem hervorragendem Wetter geschuldet war".
Die Neugestaltung des Kunsthandwerkermarkts auf dem Schrannenplatz beim Michaelimark erwies sich als großer Erfolg. "Kunden wie Austeller waren sehr angetan," berichtete Alexandra Wilbert.
Wilbert lobte auch die Zusammenarbeit mit den Teams, die für die einzelnen Veranstaltungen verantwortlich zeichneten. Ein besonderes Lob sprach sie der Stadtverwaltung und dem Bauhof aus: "Dort war man immer für uns da und eine sehr große Hilfe".
Als nächstes steht am Sonntag, 23. Oktober das Weinfest an, dessen Vorbereitung nahezu abgeschlossen ist.
Ab dem Donnerstag, 1. Dezember findet am Schrannenplatz der Schwabmünchner Hoigarten statt. Zur Eröffnung hat sich das Hoigartenteam etwas neues einfallen lassen.
Am Samstag, 3. Dezember findet die Lichternacht statt. "Auch wenn jetzt wieder einige einen Freitagtermin wünschen, wird nichts geändert. Es war ein Mehrheitsbeschluss, die Lichternacht auf den Samstag zu legen," reagierte Paul Müller auf aufkommende Forderungen nach einer Verlegung. Da bei der Lichternacht immer noch ein paar Dinge nicht rund laufen, will sich Müller im Frühjahr mit allen Beteiligten zusammensetzen und das Konzept überarbeiten. "Es arbeiten ein paar wenige für Viele," kritisierte er.
Als Gast begrüßte Paul Müller den Sprecher der Bürgerinitiative (BI) "Pro SMÜ", Ivo Moll. Der ehemalige Stadt- und Kreisrat berichtete über das Ansinnen der BI und erntete dafür viel Beifall. Insgesamt konnten die Aktivisten innerhalb kurzer Zeit bereits mehr als 1500 Unterschriften für die Wiedereinführung des "SMÜ"-Kennzeichen sammeln. "Mit einer derart überwältigende Resonanz habe ich nicht gerechnet," freut sich Moll.
Auch Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller hofft auf die Rückkehr des Kennzeichens und ergänz: "Das könnte auch ein Standortfaktor sein". Zudem lobte er die Aktivitäten der Werbegemeinschaft. "Es ist im Sinne der Stadt, die alles Mögliche für eine attraktive Innenstadt samt dem dort angesiedeltem Einzelhandel tue, wenn sie einen Partner wie die Werbegemeinschaft hat," so Lorenz Müller. "Die Werbegemeinschaft ist eine schlagkräftige Truppe," ergänzt Müller, "und wir brauchen sie. Wir wollen uns um die Lewa 2017 bemühen. Das geht nicht ohne die Werbegemeinschaft".
Ferdinand Schärdinger, Geschäftsführer von Schöffel Mode + Sport bemängelte die Parkplatzsituation in Schwabmünchens Innenstadt. „Es ist zwar gut, dass alle Parkplätze kostenlos sind, doch es sind zu wenige“, wandte sich Schärdinger an den Bürgermeister. Der konnte zwar keine schnelle Lösung versprechen, blickte jedoch auf die angedachte Überarbeitung der Jahnstraße: "Da könnte was möglich sein".
Abschliessend stellte Alexandra Wilbert Liegestühle vor. „Die können mit dem eigenen Logo bedruckt werden,“ erklärt sie. Zu gewissen Anlässen, wie dem Schwabmünchner Sommer, würde diese die Werbegemeinschaft nutzen. „Es wäre ein tolles Bild, wenn beim Freiluftkino viele Stühle mit den Motiven der Geschäfte zu sehen sind,“ so Wilbert. Die restliche Zeit stehen sie den Eigentümern zur Verfügung. Die Zukunft von Alexandra Wilbert wird sich am Dienstag entscheiden. Ihr Vertrag läuft am Jahresende aus. Über die Verlängerung wird im nicht öffentlichen Teil der Stadtratssitzung beraten. (ckr)
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