Endlich wieder Jahrmarkt in Schwabmünchen

Gebrannte Mandeln oder Kürbiskerne, Magenbrot und Türkischer Honig gehören zu einem Marktbesuch dazu.
 
Eine der ältesten Attraktionen auf dem Rummel: die Schiffschaukel - für Große und Kleine.

Was für manche der Fasching ist, bedeutet für andere (ältere) Mitbürger der Michaeli-Markt am letzten Wochenende im September. Es ist ein Grund, sich wieder einmal zu treffen und einen gemeinsamen Marktbummel zu machen.

Die Tochter aus Kanada fliegt ein, der Sohn hat einen Grund, nachhause zu kommen – und Erinnerungen aus der Kindheit werden wach. Das Kettenkarussell und der Autoskooter, die Zuckerwatte und das Kasperle, Kinderkarussell und Los-Bude, die gebrannten Mandeln, die Fischsemmel und der Steckerlfisch im Bierzelt: die eigene Kindheit lebt wieder auf und nach einem ausgiebigen Marktbummel oder auch zwei ist alles wieder vorbei – bis zum nächsten Jahr.

Der Menkinger Markt ist etwas Besonderes. Von Samstag bis Montag kann von 10 bis etwa 18 Uhr durch die "Budenstraße" von der Lechfelder Strße über die Gartenstraße, Teile der Holzhey-Straße, Museumsstraße und Ferdinand-Wagner-Straße bis zum Schrannenplatz gebummelt werden. Die Fieranten lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen, neue Produkte werden angepriesen, neue Fahrgeschäfte locken die Jugend an. Aber auch Alltägliches wie Geschirr, Putzmittel, Gewürze und Haushaltsgeräte: viele warten bis zum Markt, um sich neu einzudecken. Die ersten Herbstartikel werden angeboten. Und die großen Blumenstände, wohlweislich am Rand des Markts, machen gute Geschäfte. Kinder sammeln ihr Taschengeld und Großeltern rücken ein „Marktgeld“ raus, damit dem Vergnügen nichts mehr im Weg steht. Und für die Jugend: Das Bierzelt mit Blasmusik und Show-Bands. Auch an die Seniorinnen und Senioren der Altenheime ist gedacht: Am Sonntagvormittag treffen sie sich hier für ein paar gemütliche Stunden. Ein weiteres Plus gerade für auswärtige Gäste: die Geschäfte sind am Sonntag, 24. September, von 12.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Am Schrannenplatz, dem ehemaligen Rummelplatz, stehen Autos, Rasenmäher und vor allem Kunsthandwerk, bunt und vielfältig (Samstag bis Montag von 10 bis 18 Uhr).

Das Programm im Festzelt bietet für jeden etwas

Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren: Das Festzelt steht schon lange vorher. Die Plätze für die Stände werden angezeichnet. Kräftige Arme bauen die Fahrgeschäfte auf, die Holzhey-Straße wird gesperrt. Das Programm im Festzelt bietet für jeden etwas: Donnerstag, 21. September, um 17.30 Uhr Zelteröffnung und Tag der Jugend, der Freitag, 22. September, ab 19 Uhr gehört den Betrieben und Behörden (mit der Trachtenkapelle Alpengruß). Am Samstag gibt es Mittagstisch ab 10.30 Uhr, bis 16 Uhr die Musikapelle Schwabegg und ab 19 Uhr „The Mercuries“ mit „Heaven of Music“. Der Sonntag beginnt mit dem Frühschoppen um 10 30 Uhr, es spielt die Trachtenkapelle Alpengruß, von 14 bis 17.30 Uhr unterhalten die Stadtmusikkapelle Schwabmünchen, von 19 Uhr an die Musikkapelle Honsolgen. Auch am Montag beginnt der Festzeltbetrieb um 10.30 Uhr mit dem Mittagstisch, von 11.30 bis 16 Uhr spielt die Trachtenkapelle Alpengruß und um 19 Uhr heißt es „Boarisch, jung, spitzee“ mit den „Waidigeln“. Den Abschluss im Festzelt macht die „Radlerband“ mit ihrem Programm „süffig – spritzig – original“. Der Dienstag gehört vor allem den Kleinen: Der Wirt spendiert allen Kindern Spaghetti mit Tomatensoße – solange der Vorrat reicht – und auf dem Vergnügungspark gelten ermäßigte Preise. An diesem Tag gibt es um 15 Uhr das „Kasperletheater“ des TSV.

Die Katholische Pfarrei lädt zum eigentlichen Grund für den Jahrmarkt, dem Patrozinium des Heiligen Erzengels Michael, um 9 Uhr zur Jubelmesse von Carl Maria von Weber für Chor und Orchester in die Stadtpfarrkirche ein.
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