Energie war Thema beim Weltladen

Für ihren Vortrag über ihre Solar-Anlage in Südafrika durfte Gabriele Olbrich-Krakowitzer ein kleines Geschenk mit nach Hause nehmen.
 
Sonnengläser aus Südafrika waren eines der Themen bei der Genossenschaftsversammlung des Weltladens Lech-Wertach in Schwabmünchen.
Schwabmünchen

Thema bei der 10. Genossenschaftsversammlung des Weltladens Lech-Wertach war diesmal Energie aus Sonnenkraft in Afrika und Energie-Einsparungen im Weltladen selbst. Vorstand Gebhard Dischler hatte dazu Gabriele Olbrich-Krakowitzer, Kreisvorsitzende der ÖDP Augsburg-Land und Kreisrätin, eingeladen.

Hoher Besuch aus Lübeck reiste extra zur Generalversammlung des Weltladens Lech-Wertach an: Silke Mählenhoff, Vorstandsmitglied im Weltladen-Dachverband, übermittelte Glückwünsche zum 20-jährigen Bestehen des Weltladens in Schwabmünchen.

Kinderheim in Südafrika erhält Solaranlage

Dem Wunsch des Vostandes, den Tagesordnungspunkt fünf vorzuziehen und mit dem Thema „Energie“ zu beginnen, wurde stattgegeben. Gabriele Olbrich-Krakowitzer begann auf anschauliche Art, ihre Bemühungen darzulegen, eine Solaranlage für Kinder in Afrika zu finanzieren. Sie zeigte dabei Fotografien, die die verschiedenen Stationen veranschaulichten. Aus einem Verkehrsunfall, den sie in Südafrika erlitten hatte, konnte sie nach jahrelangen Gerichtsverfahren ein Schmerzensgeld in Höhe von 13 500 Euro erstreiten. Diesen Betrag wollte sie für eine Solaranlage in einem Kinderheim anlegen. Die deutsche Firma „EWS Schönau“ spendete weitere 8 000 Euro, um eine größere Anlage verwirklichen zu können. Erst beim dritten Waisenhaus klappte die Aktion. Im Jahr 2015 sei die Solaranlage des Kinderheims „Malvern Childrens Home“ bei Durban ans Netz gegangen. Ihr sei es wichtig, eine Alternative anzubieten zur umweltschädlichen Atomenergie Südafrikas. Die Uranbergwerke liegen überwiegend in den Gebieten der indigenen Bevölkerung. Wo es möglich sei, verbreite sie den Film „Yellow Cake“, um auf das Problem aufmerksam zu machen.

Sonnengläser sorgen für Ökostrom

Die Referentin wies auch auf andere Solarprojekte in Südafrika hin: Es gäbe Dörfer, in denen tagsüber alle Solargläser – ausschließlich in Südafrika hergestellt – an einem Ort gesammelt würden und am Abend vor jeder Hütte als Straßenbeleuchtung dienten. Gebhard Dischler wies darauf hin, dass auch der Weltladen diese Solargläser aus Südafrika anbiete. Er zeigte einen Film ohne Ton, aber gut erklärt, über die sozialverträgliche Herstellung der Solargläser, die allerdings etwas mehr kosten würden als die Produkte aus China, die inzwischen auf dem Markt seien.
Bei der Vorstellung des Geschäftsberichts erfuhren die Anwesenden, dass der Umsatz des Weltladens 2016 um sechs Prozent gestiegen sei; das Vermögen habe sich in den letzten sieben Jahren vervierfacht. Bis auf einen kleinen Teil wurden die Gewinne wieder in den Laden investiert. Peter Mayer, Aufsichtsratsmitglied, erläuterte, dass die Energiekosten durch Erneuerung der Heizung und Ersatz alter Lampen durch LED-Beleuchtung auf den Stand von vor zwanzig Jahren gebracht werden konnten, obwohl eine Steigerung des Stromverbrauchs stattgefunden habe. Er wies darauf hin, dass der Weltladen regionalen Ökostrom beziehe.
Gebhard Dischler erwähnte die zahlreichen Aktivitäten des Weltladens und hob vor allem die XXXL-Aktion der Weltläden im Raum Iller-Lech über fair gehandelte Kleidung (den Anstoß dazu gaben Südtiroler Weltläden) hervor, die deutschlandweit Aufmerksamkeit erregt habe.
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