Es wird dunkel und schräg im Schwabmünchner Museum

Ganz schön schräg. Museumsleiterin Sabine Sünwoldt im schiefen Zimmer

Mit den "Augenspielen" hatte das Schwabmünchner Museum zuletzt einen riesigen Erfolg. Nun präsentiert Museumsleiterin Sabine Sünwoldt und ihr Team mit "fühlmal" die Nachfolgeausstellung.

Wie auch bei den "Augenspielen" wird den Besuchern nicht etwas vorgesetzt, dass angesehen werden kann, sondern die Gäste können aktiv mitmachen. Nachdem die "Augenspiele" sich dem Thema der optischen Wahrnehmung annahm, wird bei "fühlmal" vor allem die Sensorik in den Fokus rücken. Dazu bietet das Museum viele Fühlstationen an denen Dinge oder gar der Schall gefühlt werden kann. Dazu werden auch viele Erklärungen um das Thema Fühlen geboten.

Als besonderen Reiz gibt es dieses mal gleich zwei besondere Räume. Es gibt einen Dunkelparcours: in einem völlig dunklen Raum wurde eine Art Labyrinth gebaut mit 40 Objekte zum Fühlen, zehn verschiedenen Bodenbeläge, die ein unterschiedliches Trittgefühl vermitteln und mit mindestens einer Überraschung. Ein spannendes und intensives Erlebnis, wie sich beim Vorabtest herausstellte.

"Schiefes Zimmer"

Dazu kommt noch das "Schiefe Zimmer", in dem es einem unweigerlich schwindelig wird. Es wurde in Zusammenarbeit mit Hartmut Ühlein ( Amt für Kultur und Freizeit, Stadt Nürnberg) und mit Gerhard Birkle geplant und von Peter Renz und Werner Heim vom städtischen Bauhof errichtet. Es ist ein Zimmer, das zwar nur um 20 Grad gekippt ist, doch wenn man hineingeht wird es einem schon mulmig, wenn man drinnen steht, fängt es an, schlimmer zu werden, und wenn man drinnen steht und sich nur langsam umdreht, erreicht das Schwindelgefühl ungeahnte Dimensionen. Nur bei sehr jungen und bei alten Menschen tritt diese Wirkung weniger oder gar nicht ein, weil das Gleichgewichtsorgan im Ohr noch nicht oder nicht mehr empfindlich genug ist.

Geeignet ist die Ausstellung für Menschen ab acht Jahren. Aber natürlich finden auch Familien, die auch noch ein kleineres Kind dabei haben, sicher einige Stationen – etwa die Fühlkästen, Fühlsäckchen, die Schallstation oder das Fühlmemory - die auch kleineren Leuten Spaß machen.

Zur Ausstellung wird das Museumsteam auch wieder Familien.Workshops bieten. Die Termine dafür werden noch bekanntgegeben.
Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 23. Juli ab 11.30 Uhr. Für die musikalische Unterhaltung sorgt dabei die Band "Milksnitte".
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Sabine Presnitz aus Schwabmünchen | 27.07.2017 | 19:07  
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