Frauenkirche feiert Patrozinium

Am Ulrichsberg, umrahmt von alten Bäumen, steht die Frauenkirche, die Anfang September Patrozinium feierte: Mariä Geburt.
Schwabmünchen: Frauenkirche |

Die Renovierungsarbeiten haben bereits begonnen

Beim Patrozinium der Frauenkirche zu „Mariä Geburt“ war die kleine barocke Kirche voll besetzt. Nach dem Gottesdienst lud die Pfarrei zu einem Weißwurst-Frühschoppen in den nahe gelegenen Hiller-Stadel ein, wo auch Kalender, Wein und Stofftaschen erworben werden konnten.

Stadtpfarrer Christoph Leutgäb bezeichnete die wunderschöne Kirche als einen Ort, an dem die Verheißung lebendig bleibe. Maria habe vom Engel die Verheißung des Erlösers empfangen und weitergegeben. In den Kirchen werde diese Verheißung immer wieder verkündet, die Kette werde lebendig gehalten. Das renovierungsbedürftige Gotteshaus sei kein Museum, das repariert werden müsse, sondern ein Ort der Begegnung mit dem Wort Gottes.

Kosten von 300 000 Euro trägt die Pfarreiengemeinschaft selbst

Der Priester erläuterte die Kosten, die die Renovierung mit sich bringe: Das Begasen des Dachstuhls, das bereits stattgefunden habe, um den Holzwurm zu bekämpfen, habe allein 16 000 Euro gekostet. Insgesamt würden Kosten in Höhe von 800 000 Euro anfallen, die Diözese und die Stadt Schwabmünchen hätten Zuschüsse zugesagt, trotzdem müsse die Pfarrei 300 000 Euro selbst aufbringen. Es werden „Projekt-Paten“ gesucht, die sich bereit erklären, einzelne Teilabschnitte der Renovierung zu übernehmen. Dabei war es dem Priester wichtig zu erwähnen, dass jede Spende willkommen sei, denn nicht jeder Geldbeutel sei gleich groß. Auf einem blauen Zettel, der am Ausgang verteilt wurde, waren die einzelnen Ausgaben aufgelistet, wie Dach-Erneuerung (82 000 Euro), Außentreppe Süd neu setzen (6 000 Euro) oder das Außen-Gerüst (20 500 Euro). Stadtpfarrer Leutgäb hofft, dass einige der Arbeiten in Eigenleistung erledigt werden können. Im Frühjahr sollen das Dach und der Verputz erneuert werden. Er "träumt" davon, 2018 mit der Renovierung fertig zu werden.

Verkauf von Waren zugunsten der Frauenkirche

Der Pfarrgemeinderat hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen, um Gelder für die Renovierung zusammenzubringen: Ein eigener Wein der Pfarrei, ein Fotokalender und blaue Stofftaschen wurden beim Weißwurst-Frühstück nach dem Gottesdienst zum Verkauf angeboten.
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