Gefühlvolles Konzert in der Kirche St. Michael

Unter der Leitung von Stefan Wagner boten Projektchor sowie Chor und Orchester St. Michael eine beeindruckende Aufführung von "Stabat Mater" (Karl Jenkins) in der Stadtpfarrkirche. (Foto: Tobias Baiter)
Schwabmünchen Schätzungsweise fünfhundert Besucher erlebten am Kirchweih-Sonntag die Aufführung des Chor- und Orchesterwerks „Stabat Mater“ von Karl Jenkins in der Stadtpfarrkirche. Das Publikum war begeistert und nach stehenden Ovationen und einer Zugabe verließen die Zuschauer beeindruckt das Gotteshaus.
Der Chor St. Michael (verstärkt durch den Projekt-Chor), das Orchester Capella St. Michael und die Solistin Henrike Paede (Alt) führten das zeitgenössische Werk des walisischen Komponisten Sir Karl William Pamp Jenkins im Chorraum der Stadtpfarrkirche auf. Die Leitung hatte Chorregent und Kirchenmusiker Stefan Wagner aus Schwabmünchen. Jenkins versuchte, in seinem Werk „Stabat Mater“ die Gefühle der Gottesmutter Maria zu vertonen, als sie unter dem Kreuz steht. Dabei setzte der Komponist verschiedene Stilmittel ein: er baute das Gilgamesch-Epos in sein Werk mit ein und vertonte Texte des persischen Dichters Rumi. Die Sänger drückten sich in verschiedenen Sprachen aus (lateinisch, arabisch, englisch, Aramäisch, griechisch und hebräisch). Mitleid, Tränen, die Verehrung Jesu, ein schlagendes Herz, sphärische Klänge und zum Abschluss „paradiesische“ Musik – ideenreich und die ganze Menschheit miteinbeziehend ist dem Künstler ein Werk gelungen, das ihn weltbekannt machte. Die ausführenden Musikerinnen und Musiker in Schwabmünchen setzten die Musik Jenkins einfühlsam und gekonnt um und wurden vom Publikum mit anhaltendem Applaus belohnt. Stefan Wagner bedankte sich bei den Besuchern mit dem dritten Satz „Vidit Jesum in tormentis“ als Zugabe und bat die Leute, danach still nachhause zu gehen.
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