Geplatzte Mülltonnen einfach reparieren

Fachmännisch sollen geplatzte BioEnergieTonnen künftig wieder brauchbar gemacht werden, wenn es nach dem Abfallwirtschaftsbetrieb geht.
 
Hedwig Weimeir erzählt, dass bereits nach einem halben Jahr die Schäden angefangen haben. Ob sie wohl an einem Reparier-Kurs teilnehmen wird?

Augsburg/Schwabmünchen Der Werkausschuss des Augsburger Kreistags befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit einem Problem, das immer mehr Menschen im Landkreis beschäftigt: mit dem Austausch defekter BioEnergieTonnen. Einige Verbesserungen bei der Beweispflicht der Ursache wurden beschlossen. Um Kosten zu sparen, wurde den Bürgern geraten, die Tonnen selbst zu reparieren; dafür will der Abfallwirtschaftsbetrieb Ende November drei Workshops anbieten sowie ein Demonstrations-Video ins Internet stellen.


Eine Beweisumkehr beschloss der Werkausschuss des Augsburger Kreistages bezüglich defekter Mülltonnen: In Zukunft soll nicht mehr der Tonnenbesitzer nachweisen müssen, dass er sein Müllgefäß nicht vorsätzlich beschädigt hat, sondern der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises, dass die Tonne vorsätzlich und grob fahrlässig beschädigt wurde. Defekte Tonnen, auch BioEnergieTonnen werden in Zukunft kostenlos ersetzt. Eine weitere Verbesserung wurde beschossen: Das Müll abfahrende Unternehmen ist künftig verpflichtet, unbrauchbar gewordene Tonnen auszutauschen.

Selbst ist der Mann / die Frau


Um die kostenlos zur Verfügung gestellten Tonnen möglichst lange brauchbar zu erhalten und Geld für die Gebührenzahler zu sparen werden in den letzten Novemberwochen kostenlose Workshops zur Reparatur von defekten BioEnergieTonnen angeboten. Dort lernen die Besitzer, ihre beschädigten Tonnen unter Anweisung zu reparieren.
Die Bürgergemeinschaft, die sich im Juli dieses Jahres unter Josef Gegenfurtner aus Schwabmünchen formiert hat und sich für den kostenlosen Ersatz defekter BioEnergieTonnen einsetzt (wir berichteten darüber), rät von diesen Workshops ab, so lange nicht geklärt ist, wer für Schäden durch selbst reparierte Tonnen haftet, zum Beispiel wenn sich jemand daran verletzt. Die Bürgerinitiative rät vielmehr, Schäden an Tonnen dem Abfallwirtschaftsamt des Landkreises zu melden und um kostenlosen Austausch zu bitten.

Vorbeugen ist besser als kleben

Hier noch einige Tipps zum Umgang mit der BioEnergieTonne – gefunden auf der Internetseite des Abfallwirtschaftsbetriebs für den Landkreis Augsburg (gekürzt):
• Lassen Sie feuchte organische Abfälle (z.B. Kaffee- und Teefilter) gut abtropfen, bevor Sie sie in die BioEnergieTonne geben. Bioabfälle können auch in Papiertüten (von z.B. Gemüse, Obst, Backwaren), Zeitungspapier oder Küchenkrepp eingewickelt werden (nicht in Hochglanzpapier). Dadurch werden Geruchsbelästigungen im Sommer verringert sowie das Einfrieren im Winter weitgehend verhindert.
• Kunststofftüten dürfen zum Sammeln des Bioabfalls nicht verwendet werden. Auch die im Handel erhältlichen biologisch abbaubaren Kunststofftüten sind für die Vergärung und anschließende Kompostierung des Biomülls ungeeignet.
• Legen Sie zerknülltes Zeitungspapier oder Reisig unten in die Tonne. So wird das Ankleben der Abfälle verhindert.
• Füllen Sie den Biomüll locker in die Biotonne. Lassen Sie ein bis zwei Handbreit unter dem Tonnenrand frei, damit die Luft in der Tonne zirkulieren kann. Wenn möglich sollte die BioEnergieTonne an einem schattigen Platz stehen.
• Stellen Sie die die BioEnergieTonne auch dann zur Leerung bereit, wenn sie noch nicht ganz voll ist.
• Reinigen Sie die Tonne regelmäßig - am besten mit Regenwasser - das beugt Geruchsbelästigungen vor.
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