Großer Ansturm auf gebrauchte Fahrräder - THW Rad-Basar erfolgreich

Etwa 150 Interessierte schauten sich beim THW-Rad-Basar die angebotenen Waren an.
Schwabmünchen: THW Ortsverband |

Mit so viel Ansturm hatte der Chef des THW Schwabmünchen Karsten Köhler nicht gerechnet. Etwa 150 Interessierte schlugen am Sonntag den Weg in die Unterkunft des Technischen Hilfswerks in der Augsburger Straße ein, um beim ersten THW-Rad-Basar ein Schnäppchen zu machen. Sie erwartete ein großes Angebot an Fahrrädern, Kinderwägen oder Inlineskatern. Zum größten Teil gebraucht. Ab und zu versteckte sich aber auch ein neuwertiges Rad auf der Angebotsfläche.

„Als wir die Flyer in den Geschäften verteilten, sprachen uns schon viele Leute auf die Aktion an“, erzählt Ortsbeauftragter Köhler, „sie freuten sich über die Möglichkeit, ohne viel Aufwand ihre alten Räder noch zu etwas Geld zu machen“.

THW schließt Angebotslücke

Das THW Schwabmünchen, eigentlich eine Organisation des Katastrophenschutzes, übernahm THW-Rad-Basar-Konzept von einem befreundeten Ortsverband. Dahinter steht die Idee, eine Plattform für Verkäufer zu bieten, die ohne viel Aufwand ihre gebrauchten Räder oder Kinderwägen loswerden wollen. „Viele Verkäufer schrecken davor zurück, sich mehrere Stunden auf einen Flohmarkt zu stellen, zumal es sich meist um einzelne Produkte handelt“, erklärt Köhler. Auch das Internet sei mit Tücken verbunden, so Köhler weiter, wie etwa die Abwicklung des Kaufs durch den Verkäufer oder die Darstellung der Waren nur durch Bilder.
Das THW schloss mit dem Rad-Basar diese Lücke, dessen Prinzip recht einfach ist. So brachten die Verkäufer ihre gebrauchten und verkehrstüchtigen Räder am Vormittag zum THW, bestimmten den Verkaufspreis und erhielten eine Nummer. Kaufinteressierte hatten am Nachmittag die Möglichkeit, sich aus den ausgestellten Waren etwas auszusuchen und direkt vor Ort zu kaufen. Am Ende holten die Verkäufer ihre übriggebliebenen Waren oder, bei entsprechendem Erfolg, ihren Verkaufserlös ab.

Überschaubarer Aufwand für Verkäufer

Die Präsentation der Waren und die komplette Kaufabwicklung erfolgten durch die Helfer des THW. Dafür behielten die Ehrenamtlichen eine kleine Provision für die Vereinskasse ein, die sowohl in die Jugendarbeit als auch Verbesserung der technischen Ausstattung fließen soll.

Karsten Köhler war zufrieden und freut sich schon auf 2017: „Wir werden das nächstes Jahr auf jeden Fall wieder machen!“ Die Informationen, zu welchem Datum der zweite Rad-Basar stattfinden wird, will das THW rechtzeitig im Frühjahr 2017 verteilen.

Das Technische Hilfswerk ist als Bundesbehörde Teil des Bevölkerungsschutzes in Deutschland. In jedem Landkreis gibt es in der Regel einen Ortsverband, der dort die Gefahrenabwehr von Feuerwehr und Polizei unterstützt. Die rund 100 ehrenamtlichen Helfer in Schwabmünchen sind Spezialisten in den Bereichen Rettung und Bergung, Elektroversorgung, Hochwasserbeseitigung sowie Abstützarbeiten und Eigentumssicherung nach Unwettern.
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