Gute Laune im kalten Wasser

Gut fünf Grag Celsius zeigte das Thermeter an
Warm wie noch nie präsentierten sich Wetter und Wertach am Dreikönigstag in Schwabmünchen. Gerade recht für das traditionelle Wertachschwimmen der Schwabmünchner Wasserwacht. Gut 30 wagemutige stürzten sich im Neoprenanzug in die diesmal etwas mehr als fünf Grad kalte Wertach. Die Stimmung war gut, denn das die Tage zuvor herrschende Wetter brachte das Schwimmen an den Rand der Absage. "Hätte der Regen weiter angedauert, wäre ein Ausfall möglich gewesen, denn dann wäre zu viel Wasser gekommen", erklärt Michael Ringel von der Schwabmünchner Wasserwacht. Doch der Regen hörte rechtzeitig auf und sorgte so für einen angenehmen Nebeneffekt: Das Wasser war ein paar Grad wärmer als im Vorjahr und durch die immer noch stärkere Strömung waren die Schwimmer deutlich schneller unterwegs. So hatten alle ihren Spaß, egal ob erfahrene Wertachschwimmer wie Thomas Dobler der technische Leiter der Schwabmünchner Wasserwacht oder sein Stellvertreter Michael Kraus. Dieser zeichnete sich diesmal für die überraschenden Aktionen verantwortlich. Direkt nach der Schwabegger Brücke scherte er kurz in Richtung Ufer aus und kam mit einem Fahrrad zurück. Im Wasser. "Das habe ich bei der letzten Tauchübung gefunden und dann am einem Baum befestigt", erzählt er. Am Dreikönigstag hat er es dann endgültig geborgen und von der Brücke bis zum Ziel an der Wasserwachtstation im Wasser transportiert. Aber auch die Neulinge im Wasser, wie Radio Schwabmünchen Moderator Thomas Bisle und Silvesterlauf-Organisator Leo Klocke waren nach den zwei Kilometern begeistert. "Ich hab mir das schlimmer vorgestellt, es war eigentlich nur an den Füßen kalt", bilanzierte Bisle. Beide wollen auch im kommenden Jahr wieder mit in die Wertach steigen. Unterwegs bekamen die Schwimmer viel Applaus von den gut 200 Zuschauern, die entlang der Wertach das Spektakel beobachteten. Viele von ihnen kamen dann auch zur Station der Wasserwacht um zusammen mit den Schwimmern sich mit Punsch, Glühwein oder einer Gulaschsuppe aufzuwärmen. Dies brauchten vor allem zehn Schwimmer, denen die zwei Kilometer nicht genug waren. Denn sie setzten noch eine Flussdurchquerung nur in Badehose oben drauf. Mit dabei war auch wieder Fahrradretter Michael Kraus. "Das ist zwar schon sehr frisch, aber das ist inzwischen auch schon Tradition", erläutert er. Am Ende war auch Michael Ringel zufrieden: "Das Wetter hat perfekt gepasst, die Stimmung war super und es waren viele Zuschauer da. Was will man mehr"
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Sabine Presnitz aus Schwabmünchen | 08.01.2018 | 17:08  
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