Hofgarten-Quartett gastiert in der Frauenkirche in Schwabmünchen

Die Frauenkirche bot einen stimmungsvollen Rahmen für das Konzert des Hofgarten-Quartetts aus Würzburg.
Schwabmünchen Vierzig bis fünfzig Personen, darunter mehrere Kinder, fanden sich am späten Sonntagnachmittag in der barocken Frauenkirche ein, um das Hofgarten Quartett aus Würzburg zu hören. Jérôme Huy und Alina Riegel (Violine), Martin Kiefl (Viola) und Frieder Ziemendorf (Violoncello) spielten das Streichquartett F-Dur von Maurice Ravel sowie das Streichquartett Nr. 14 d-moll von Schubert.
Die Musiker hatten ihren ersten Auftritt im Sommer 2015 im Hofgarten der Residenz Würzburg anlässlich des Besuchs der schwedischen Königin Silvia. Seither treten sie vor großem und kleinem Publikum, in Konzertsälen, auf Festlichkeiten und im Freien auf. Die Anfang des 16. Jahrhunderts vollendete, im 17. Jahrhundert durch den Altar von Katharina Fugger ergänzte Innenausstattung der Frauenkirche bildete einen stilvollen Rahmen zum Konzert. Die Musiker zeigten sich erfreut, in dieser wunderschönen Kirche musizieren zu dürfen. Kennengelernt hätten sie sich beim Studium. Ihre Konzerte hätten sie bisher nach Würzburg, München, Augsburg und Ludwigsburg geführt.
Das erste Stück von Ravel sei sein einziges Streichquartett gewesen. Er habe es mit siebenundzwanzig Jahren geschrieben und es werde ihm nachgesagt, mit dieser Komposition seine Tonfarbe beziehungsweise seine Tonsprache gefunden zu haben. Als weniger „schwere Kost“, wie sich ein Zuhörer ausdrückte, zeigte sich das zweite Streichquartett. Schubert hatte ihm den Namen „Der Tod und das Mädchen“ gegeben und im zweiten Satz ein bereits komponiertes Kunstlied aufgegriffen, das er Jahre zuvor komponiert hatte.
Das Publikum belohnte die Musiker mit kräftigem Applaus. Eine Zugabe - einen Rausschmeißer – hatten die Musiker noch dabei: Zum Abschluss spielten sie ein Arrangement von Jérêome Huy. Martin Kiefl bat das Publikum, sich eine fünfköpfige Familie vorzustellen, die in den Urlaub fahre, Vater, Mutter und drei gelangweilte Kinder auf der Rückbank, die immer wieder das gleiche bekannte Lied in Variationen singen, bis es den Eltern zu bunt wird. „Und jetzt ist Schluss“ meinte man am Ende des Stücks zu hören.
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