Impressionen zur Juho Technik "Kote Nuki"

Schwabmünchen: TSV schwabmünchen | Shorinji Kempo ist eine Kampfkunst, in der die Person als menschliches Wesen behandelt wird. Daher ist es wichtig zu bekräftigen, dass die eigene Vervollkommnung als menschliches Wesen das Hauptziel des Trainings ist. Mitglieder von Shorinji Kempo studieren die Grundlagen gegenseitiger menschlicher Anerkennung, und Respekt durch das technische Training.

Die Techniken von SK können allgemein in Goho (harte Techniken – 剛法) und Juho (weiche Techniken – 柔法) eingeteilt werden.

Goho sind technische Methoden zum Ablenken oder Blocken von Schlägen, Tritten oder ähnlichen Angriffen eines Gegners um sie dann mit einem eigenen Gegenangriff, wiederum basierend auf Schlägen, Tritten o.ä. zu überwältigen. Juho sind Techniken für den Fall das ein Gegner den eigenen Arm oder die Kleidung greift und man sich aus dem Griff befreit, einen Hebel anwendet oder den Gegner wirft.

Goho und Juho können auf diese Art und Weise unterschieden werden, aber mit fortschreitendem Training entwickeln sich Goho und Juho zunehmend zu einem gemeinsamen Satz von Techniken. Der Grund dafür liegt in der Natur der Selbstverteidigung. Um seinen Gegner unter Kontrolle zu bringen, muss man auf seine Bewegungen und die spezifische Situation reagieren. Dazu muss man sowohl die harten als auch die weichen Techniken beherrschen und anpassen um sie effektiv anwenden zu können.

Normalerweise vergleicht man nicht, welche von beiden die effektivere Methode ist. Trotzdem hört man oft genug Kenshi (拳士 – Shorinji Kempo Trainierende) über die Notwendigkeit sprechen, ihre Juho Fähigkeiten zu verbessern. Einer der Gründe dafür ist dass man Juho schwer in Worten beschreiben oder in Fotografien zeigen kann. Shorinji Kempo Techniken sind für die Selbstverteidigung mit bloßen Händen gedacht. Wenn man sich nicht ernsthaft auf das Training konzentriert, sind Verletzungen vorprogrammiert. Im dojo ist Ernsthaftigkeit im Bezug auf das Training zu jeder Zeit erforderlich.

Kenshi betreiben einen hohen Aufwand um sich auch schwierige Techniken anzueignen. Diesen Aufwand zu betreiben macht allerdings auch Spaß. Gleichgesinnte Kenshi versammeln sich, unterrichten oder werden unterrichtet und entwickeln somit in jedem dojo überall auf der Welt gleichermaßen ein Gefühl der Verbundenheit. Dies ist einer der wichtigsten Gründe der viele unserer Mitglieder zum Shorinji Kempo zieht.
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