Impulse für eine neue Wohnform für Schwabmünchen kommen aus Königsbrunn

Schwabmünchen Der Wandel der Zeit gibt heute für die Menschen viele neue Aufgabenstellungen vor. Mit einer der wichtigen, dem Wohnen, setzte sich der Schwabmünchner Stadtrat und auch Helmut Stapf auseinander. Der Stadtrat lud, auf Initiative der Grünen Achim Friedrich ein, der das Mehrgenerationenhaus in Königsbrunn leitet. Zeitgleich plant Stapf ein solches Projekt in Schwabmünchen und lud zu einer Infoveranstaltung.

Achim Friedrich erläuterte dem Stadtrat den Aufbau und das Funktionsprinzip des Königsbrunner Mehrgenerationenparks. Das Projekt in der Brunnenstadt ist sehr erfolgreich. Mit Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts stehen in Königsbrunn rund 90 Wohnungen in verschiedenen Größen und Preisklassen zur Verfügung. Dazu kommt ein Gemeinschaftsgebäude, eine Kinderkrippe und ein Spielplatz.

Auf die Mischung kommt es an

"Durch die verschiedenen Wohnungsgrößen und Preise ist es gelungen, eine gute Mischung in der Alters- und Sozialstruktur zu bekommen", erläutert Friedrich das Konzept. Als tragende Säulen für ein solches Konzept benannte er den Zusammenhalt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dabei betont Friedrich, dass es "auf die Mischung ankomme". Dazu sind Bewohner aller Einkommensschichten, jeden Alters und in allen Lebenslagen - also vom Alleinlebenden bis zur Familie - notwendig. Dabei wird auf die Nationalität der Bewohner nicht geachtet.

Gemeinschaft beim Wohnen

So kann das Motto "Individuell wohnen und in guter Nachbarschaft leben" funktionieren. "Wichtig ist dabei, die Gemeinschaft zu ermöglichen, sie nicht zu erzwingen", berichtet Friedrich. Das Gemeinsame wächst in solchen Anlagen von selbst, zudem gibt es eine sogenannte "Kümmerstelle", die halbtags das Miteinander fördert.

Finanzierung des Projekts

Auf Nachfrage von Stadtrat Bernd Zeitler (SPD) erläuterte Friedrich die Finanzierung des Königsbrunner Projekts. "Dazu trägt die Miete, die zwischen 5,80 und 8,50 Euro beträgt bei, die die Unkosten der Anlage trägt. Das Gemeinschaftshaus trägt sich durch Vermietungen und Veranstaltungen, die Kümmererstelle finanziert die Stadt Königsbrunn".

Idee eines Mehrgenerationenhauses

Auf ähnlichen Beinen steht auch die Idee von Helmut Stapf. Dem Sozialarbeiter schwebt ein Mehrgenerationenwohnprojekt in Schwabmünchen vor. Sein Hauptanliegen dabei ist, "Familie zu schaffen, wo keine mehr ist". Familien brauchen Hilfe von Außen. Doch viele Familien fehlt, zum Beispiel durch Umzüge, der Anschluss zur eigenen Familien, vielen Älteren geht es ebenso. Zuletzt lud er zu einer Ideenwerkstatt ein. Dort stellte der Schwabmünchner Architekt Gerhard Birkle auch seine ersten Pläne vor, wie ein solches Haus aussehen könnte. Wo dies entsteht und wer dies finanziert, ist noch offen. Ein möglicher Partner könnte die AWO sein. Diese überplant gerade das Gelände des ehemaligen Altenheims im Taubental. Diese hörte sich zumindest die Ideen von Stapf an.
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