Kantine für den Nachwuchs

Wie in in einer „echten“ Kantine läuft die nun die Essensausgabe ab. (Foto: Christian Kruppe)

Die neue Mensa der Grundschule über der Stadtbücherei bietet Platz für 120 Kinder. Nun können die Kinder auch im Voraus schon zwischen zwei Essen wählen.

Gut gelaut präsentierten sich die Kinder der Ganztagesklassen und Mittagsbetreuung bei der Eröffnung der neuen Mensa. Nach nur vier Monaten Bauzeit wurde diese im Obergeschoss des Erweiterungsbaus direkt über der Stadtbücherei fertiggestellt.

Vorbei sind die Zeiten, als die Kinder zum Mittagessen in ein umfunktioniertes Klassenzimmer, welches mit einer Küchenzeile ausgestattet war, zum Essen gingen. Als es noch keine Ganztagesklassen gab und auch die Mittagsbetreuung in den Kinderschuhen steckte, genügte dies. Damals war es nur ein gutes Dutzend Kinder, die verpflegt werden wollten. Inzwischen sind es etwa 120 Kinder, die entweder durch die Ganztagesklassen – eine pro Jahrgang – oder aufgrund der vom Förderverein angebotenen Mittagsbetreuung in der Schule essen.

Auch Schulleiterin Ursula Timmler ist mit den neuen Räumen glücklich, vor allem aber auch dankbar. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt war super,“ so die Rektorin. Besonders bemerkenswert findet sie, „dass so kurz nach der aufwendigen und kostenintensiven Sanierung der Grundschule vonseiten der Verwaltung und Politik eine erneute Umgestaltung angegangen wurde“.

Bürgermeister Lorenz Müller war auch angetan von den neuen Räumen, die neben einem großen Speisesaal auch eine Küche samt moderner Spülstation beinhaltet. In Zuge des Umbaus konnte der Grundschulerweiterungsbau, in dessen Obergeschoss die Mensa ist, auch mit einem Fahrstuhl ausgestattet werden. „Wenn es euch freut, dann freut es auch mich“, erklärt der Bürgermeister den Kindern, „denn wir haben das für euch gebaut.“ Der Weg zur neuen Mensa war nicht leicht. Rund 620 000 Euro hat der Neubau gekostet. Nicht immer tat sich der Stadtrat bei den Beratungen mit dieser Summe leicht. Doch die notwendigen Erweiterungen der Lüftungsanlage wie die Küchenausstattung haben ihren Preis. „Durch die Ausstattung der Küche kann nun ein Teil des Essens frisch zubereitet werden. Das war uns ganz wichtig“, erklärt Müller. Zumal die Mensa auch so erstellt wurde, dass sie im Bedarfsfall erweitert werden kann.

Nach den Weihnachtsferien gab es noch ein nachträgliches „Geschenk“. Jetzt wird die Menüauswahl vom Caterer, den Ulrichswerkstätten, eingeführt und Eltern und Kinder können im Voraus zwischen zwei Gerichten wählen.

Der Betreiber bekommt von den Kinder gute Noten. Das Essen ist lecker und das Personal, bis zu vier Behinderte aus den Ulrichswerkstätten, kommt beim Nachwuchs ebenfalls gut an.

von Christian Kruppe
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