Katastrophen gibt es überall

Die Mannschaft der Feuerwehr Schwabmünchen gewann den diesjährigen Blaulicht-Cup beim THW in einem spannenden Wettlauf. Foto: vm

Das THW Schwabmünchen feierte Sommerempfang und macht dabei auf die aktuellen Gefahren aufmerksam. Neue Schwerpunkte werden auf den Bevölkerungsschutz gesetzt.

Katastrophen kommen meist ohne Ankündigung. Sei es der Tornado, der durch ein Wohngebiet wütet oder die Sturmflut, die ganze Straßenzüge unter Wasser setzt. Aber auch ein scheinbar harmloser Blitzeinschlag oder ein kalter Winter können katastrophale Folgen haben, gerade wenn es neuralgische Punkte trifft, wie etwa ein Umspannwerk. Und es trifft auch die Region Augsburg. Dann ist es sehr hilfreich, einen verlässlichen Bevölkerungsschutz vor Ort zu haben. Neben der Feuerwehr und den Hilfsorganisationen gibt es die vom Bund organisierten und finanzierten Spezialisten des Technischen Hilfswerks. Sonst eher im Hintergrund agierend, lassen die oben beschriebenen Ereignisse "das THW wieder in das Bewusstsein rücken". Diese Erkenntnis lieferte Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz in seinem Grußwort anlässlich des Sommerempfangs des THW Schwabmünchen. Während seiner Zeit als Bürgermeister der Stadt Neusäß hatte er aufgrund eines verheerenden Unwetters im Jahr 2013 bereits Kontakt mit den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Bundesanstalt aus Schwabmünchen. Und seitdem hat der Ortsverband aufgerüstet.

Gerade die Hilfe bei einem langfristigem Ausfall der Strominfrastruktur hat sich das THW auf die Agenda der nächsten Jahre gesetzt. Viele Arbeitsstunden investierten die THW-Helfer in die Sanierung eines großen Stromerzeugers, mit dem im Ernstfall wichtige Betriebe versorgt werden könnten. Ein eigener Einsatzleitwagen mit moderner Führungsausstattung dient nun zur optimalen Koordinierung der Einheiten. Die Einsatzkräfte bildeten sich zudem speziell in der Führung größerer Einsatzstellen fort. Karsten Köhler, Ortsbeauftragter des THW Schwabmünchen, stellte die neuen Einsatzoptionen des THW vor.

Köhler würdigte den Einsatz einiger verdienter Helfer mit dem Helferzeichen und den Helferzeichen in Gold. Für langjährige Mitgliedschaft erhielten einige THW-ler ihre Anerkennung. Die neuen Einsatzkräfte begrüßte Köhler mit dem obligatorischen Handschlag.

Feuerwehr gewinnt Parcours


Bevor es am Abend zum offiziellen Teil überging, konnten die Besucher die spannenden Läufe des Blaulicht-Cups verfolgen. Bei dem Parcours mussten die Mannschaften einige Geschicklichkeitsaufgaben erledigen, bevor es über ein zwei Meter hohes Hindernis in das Schaumbecken ging, in dem Badeenten versteckt waren. Erst als diese gefunden waren und alle fünf Teammitglieder auf einer Palette standen, durfte diese mit Hilfe eines Mehrzweckzuges ins Ziel befördert werden. Am schnellsten war die Mannschaft der Feuerwehr Schwabmünchen.
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