Katzenschwemme in Bayern

Schlimme Zustände lassen den Verein „Katzentatzen…wir hinterlassen Spuren“ verzweifeln. Die Bemühungen, mit Kastrationen die Vermehrung und somit Verelendung der heimatlosen Katzen zu verringern, trägt aufgrund mangelnder Unterstützung nur minimal Früchte.
Kastrieren ist das oberste Gebot um eine weitere Zunahme der so gerne als Streuner bezeichneten Katzen zu verhindern. Meist sind es verwilderte Hauskatzen, die von „Zuhause“ mangels regelmäßiger und ausreichender Fütterung abwandern und sich in Scheunen oder in privaten Garagen ansiedeln. „Eine Katze wäre schnell kastriert, doch wohin mit fünf oder mehr scheuen Tieren von alt bis jung?“ fragt sich Andrea Mittermeir, die schon fast täglich mit neuen Fällen konfrontiert wird. Viele würden sich erst melden, wenn es schon zu spät ist. „Wir dachten, sie gehört jemanden“ „Wir dachten, sie wandert wieder weiter“.


Bauernhöfe gehören längst nicht mehr zu den alleinig Schuldigen. Privatpersonen, die bewusst nicht kastrieren, tragen zum Problem zusätzlich bei. Oft vermitteln dann in der Nachbarschaft lebende Menschen den Nachwuchs an Freunde und Bekannte. Ohne Kastration der Elterntiere führt dies zu einer Endlosschleife. Ist der Markt gesättigt, sprich findet sich im engeren Kreis niemand mehr, wird der Tierschutz gerufen. Der Aufwand ist dann ungleich größer als zu Beginn der ganzen Misere. Daher die Bitte des Vereins: Schneller reagieren!Jene, die einem Katzenkind eine bessere Zukunft bieten wollen, können sich bei Maike Neuer melden. Sie ist Ansprechpartnerin, wenn es um die Vermittlung der Katzentatzen-Katzen geht. Eine schwierige Aufgabe, zumal es sich häufig um kleine Wildlinge handelt, die Zeit und Geduld brauchen. „Wir brauchen Katzenliebhaber, die einer Katze ein Zuhause bieten wollen, quasi Asyl gewähren. Wir haben viele putzige Katzenkinder, die erst lernen müssen, was es bedeutet eine Heimat zu haben. Wer die Bedürfnisse der Katze in den Vordergrund stellt und eine gute Tat tun will, der ist bei uns genau richtig! Jede vermittelte Katze bedeutet, dass eine von draußen reingeholt werden kann. Wir haben noch ungefähr 10 freilebende Katzenkinder, die wir täglich versorgen, um sie gut über den Herbst zu bringen.“ Warme Unterschlupfe in Form von Styroporboxen und tägliches Futter seien die Grundversorgung. Werden sie nicht in Bälde untergebracht, müssen sie über den Winter draußen bleiben, werden im Frühjahr kastriert und zu dauerhaften Patenkatzen. Sie dann noch in Privathaushalte zu vermitteln, gestaltet sich schwierig. Zum einen, weil sie dann bereits zu lange in „Freiheit“ leben, zum anderen weil sich bereits die nächsten Kitten ankündigen.
Die einzige Lösung: Kastrations- und Kennzeichnungspflicht, wie es bereits in vielen Städten und Gemeinden Deutschlands üblich ist. Bayern bildet trotz des offensichtlichen Elends das Schlusslicht - noch keine einzige Kastrationsverordnung wurde hier erlassen.
Der Verein freut sich über Mitgliedschaften und Spenden in Form von Futter oder Überweisungen auf das Konto. Ehrenamtliche Helfer sind herzlich willkommen!
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