Mehr Sicherheit für Schulkinder in Schwabmünchen

Schwabmünchen: Leonhard-Wagner-Schulen |

Die Einweihung der neuen Rampe für Busse an den Leonhard-Wagner-Schulen fand vergangene Woche statt.

Die Schulwegsicherheit ist weiterhin ein großes Thema in Schwabmünchen. Mit der Ulmer Beratungsfirma Modus Consult wurde ein Schulwegkonzept erstellt, dass nun Schritt für Schritt umgesetzt wird. Ein Anfang ist nun an den Leonhard-Wagner-Schulen (LWS) gemacht. Bisher bündelte sich der gesamte Verkehr an der einzigen Zufahrt zur Schule. Vor allem am Morgen war so Chaos vorprogrammiert, an- und abfahrende Busse und Autos, dazu Schüler auf dem Fahrrad oder zu Fuß kamen dort zusammen.

Von den etwa 2800 Schülern an den drei Schulen kommen etwa 1200 mit dem Bus, weitere 500 mit dem Fahrrad, und jeweils gut 250 per Auto und zu Fuß. Dazu kommen noch zirka 75 Autos von Lehrern und Schulangestellten. Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller erklärt: "Wir haben uns die Situation zusammen mit dem Landkreis, der Polizei und den Busunternehmen mehrfach angesehen. Dabei war schnell klar, das was gemacht werden muss."

Nun wurde die neue "Busrampe", die schon seit Längerem befahren wird, offiziell eingeweiht. Über diese Rampe verlassen nun die Schulbusse das LWS-Gelände. Auch wenn diese Abfahrt nur knapp 50 Meter nördlich der Zufahrt zum Schulgelände liegt, ist die Entlastung morgens wie mittags deutlich sichtbar, die Verdichtung des Verkehrs hat sich massiv verringert.

Etwa 190 000 Euro kostete die Baumaßnahme, bei der nicht nur die Rampe erstellt wurde. Auch im Umfeld, wie an der Zufahrt des daneben liegenden Tunnels unter dem Breitweg hindurch, wurden einige Verbesserungen durchgeführt.

Landrat Martin Sailer stellte bei der Eröffnung der Auffahrt fest: "Es geht hier nicht um ein Stück Straße, sondern um die Entflechtung der Verkehrsströme." Die Baukosten, die Stadt und Landkreis tragen, sind in den Augen von Sailer "gut angelegtes Geld, denn hier geht es um die Sicherheit von Kindern."

Lobende Worte von Sailer und Müller erhielt auch Kreisrat Manfred Buhl, den beide als "treibende Kraft" für dieses Projekt bezeichneten. Müller äußerte auch die Hoffnung, dass weniger Schüler mit dem Auto zur Schule gebracht werden.

Auch wenn die neue Rampe die Verkehrslage an den Leonhard-Wagner-Schulen wesentlich verbessert hat, ist es durchaus möglich, dass dies nicht die letzte Maßnahme am Schulgelände war. Schon in der Planung der Auffahrt wurde unter anderem darüber nachgedacht, alle Busse über die östlich gelegene Zufahrt einfahren zu lassen. Doch diese ist einer solchen Belastung nicht gewachsen.

Doch die Rampe birgt auch ein Problem: Obwohl Verbotsschilder das Nutzen der Rampe für Fußgänger untersagen, wird diese von vielen Schülern als Fußweg genutzt - vor allem zu den Fahrtzeiten der Busse nicht ohne Gefahr.
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