Mehr Wohnraum für Schwabmünchen

Die ehemaligen Gebäude des Kalenderwerk Zettler in der Alpenstraße machen Platz für vier Mehrfamilienhäuser mit 26 Wohnungen.

Schwabmünchen Schwabmünchen wächst weiter. Das ist das Fazit der vergangenen Bauausschusssitzung. Dabei wurde der Bau von mehr als 30 Wohneinheiten genehmigt. Doch auch in die Infrastruktur wird investiert. Noch in Frühjahr soll der Tiefbrunnen der Stadt regeneriert werden.

Das größte Projekt, über das beraten wurde, entsteht in der Alpenstraße. Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Zetter - der Abriss ist bereits im Gange - entstehen vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 26 Wohneinheiten. Auch in der Römerstraße werden bald die Bagger anrollen, dort entstehen vier Doppelhaushälften.
Am meisten Aufmerksamkeit wird aber eine Baustelle im Stadtzentrum erzeugen. Direkt neben dem Alten Rathaus wird das seit langem leer stehende Gebäude in dem zuletzt der "Ihr Platz" war - zumindest der denkmalgeschützte vordere Teil - saniert. Der hintere Baukörper wird abgerissen und durch ein Wohn- und Geschäftshaus ersetzt. Vor allem die Sanierung des ehemaligen "Ihr Platz" freut Bürgermeister Lorenz Müller. "Das ist eine markante Verbesserung des Stadtbilds", urteilt er.
Zwar wurden alle Projekte von Bauausschuss einstimmig befürwortet, doch es gibt noch kleinere Mängel. So fehlen in der Alpenstraße, wie auch beim ehemaligen "Ihr Platz" noch Zustimmungen der Nachbarn. Beim "ihr Platz" sind die Nachbarn bislang noch gar nicht eingebunden worden. Dies sollen die Bauherren noch nachholen.
Imposant wird auch die Erweiterung eines landwirtschaftlichen Anwesens in Schwabegg. Dort entsteht ein Milchviehstall für 85 Tiere. Zwar ist die Lage nach Ansicht der Bauverwaltung nicht ganz optimal, aber durch Einschränkungen in der Umgebung ist eine Verlegung nicht sinnvoll. Da aber alle Nachbarn und auch das Landratsamt dem Vorhaben zugestimmt haben, sehen auch die Stadträte keinen Grund der gegen den Stall spricht.
Anders sieht es mit dem Anbau an einem Wohn- und Geschäftshaus in der Kaufbeurer Straße aus. Dort wurde schon vor längerem ein gläserner Anbau erstellt. Doch erst jetzt wurde ein Bauantrag eingereicht. Dabei fehlt vor allem ein Nachweis über ausreichende KfZ-Stellplätze. Nach Aussagen der Bauverwaltung hat der Eigentümer bislang nicht einmal die zur Ermittlung notwendige Anzahl an Wohneinheiten in dem Gebäude angegeben. Ohne diese Daten hatten die Ausschussmitglieder keine andere Wahl, als den Antrag abzulehnen.
Der fast 190 Meter in den Boden reichende Tiefbrunner der Schwabmünchner Wasserversorgung bedarf nach mehr als 25 Jahren Betriebszeit einer sogenannten Regenerierung. Dies berichteten Wasserwerksleiter Udo Dehne und Ingenieur Christian Dobrindt. Im Laufe der Jahre setzen sich in einem Tiefbrunnen Eisen - und Magnanschlacke ab, die Leistung und Lebensdauer negativ beeinflussen können. Bei dieser Maßnahme wird die komplette Anlage demontiert und gereinigt. Zudem wird die Pumpe erneuert, das Leitungssystem und die Regeltechnik auf den neuesten Stand gebracht. Dabei soll auch durch Messungen festgelegt werden, in welchen Zeitabständen diese Maßnahme künftig erfolgen soll. Andere Wasserversorger der Region machen dies alle fünf bis sieben Jahre. Beginn der Arbeiten soll Anfang Mai sein. "Wir starten nach der Befüllung der Singoldwelle und rechnen mit einer Bauzeit von gut drei Wochen in denen der Brunnen nicht zur Verfügung steht. So sind wir vor der ersten großen Hitze fertig und es kommt zu keinen Versorgungsproblmen", erklärt Wasserwerkleiter Udo Dehne. Da der Wasserzweckverband Lechfeld zeitgleich seine Tiefbrunnen auf Vordermann bringt, plant Experte Dobrindt, die arbeiten gemeinsam auszuschreiben. "So lassen sich Kosten sparen". erklärt er. Die Regenerierung und Sanierung in Schwabmünchen wird seiner Schätzung nach etwa 127000 Euro kosten.
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