Narrenabend in Schwabmünchen endet mit Pauken und Trompeten

Die Lumpenkapelle Aitrach beschloss lautstark das Programm des ersten Narrenabends.
 
Markus Reiß (links) und Michael Finkler führten durchs Programm, die neue Menkine ist Tina Neugebauer.
Neue Moderatoren, neue Menkine, kurzweiliges Programm mit teils hochklassigen Akteuren – wer beim ersten Narrenabend nicht dabei war, hat etwas versäumt. Der Saal hätte noch ein paar Besucher an den hinteren Tischen vertragen können. Fünfzehn Jahre hatte Rolf Reiter die Menkinger Narrensitzungen geleitet, jetzt sollte die Jugend ran. Neuer Moderator wurde Markus Reiß, ihm zur Seite stand Michael Finkler, der den leeren Platz im Elferrat besetzte. Es klappte nicht alles wie am Schnürchen, an so manche Zugabe mussten die beiden das Publikum erinnern, was der Stimmung an diesem Abend keineswegs schadete. Die Verteilung der Faschingsorden ging flott über die Bühne. Der Zeitrahmen konnte bis zum letzten Programmpunkt eingehalten werden. Auch eine neue Menkine gab es in diesem Jahr. Tina Neugebaur trug das blaugelbe Kostüm mit der Narrenkappe. Der neue Faschings-Orden hatte die renovierte Stadthalle zum Thema: „Schluss isch´s mit´m alt´n Krempl, es lebe dr neue Narrentempel“.
Der TSV Schwabmünchen zeigte mit seinen vielen Garden und Tanzgruppen, dass hier hochklassige Arbeit geleistet wurde – angefangen bei der Minigarde in ihren lila Kostümen, mit dem Bär als Maskottchen, über die Jugendgarde mit ihrem neuen dunkelgrünen Outfit und der Menkinger Garde in leuchtendem Rot, die mit ihrer Ausstrahlung und ihrer Bühnenerfahrung überzeugte. Die Tanzgruppe Dancetastic reiste durch die Galaxie, Link2Dance entführte ins Reich des Football und Tanzsucht bezauberte mit Pfauenkostümen.
Andreas Geißler aus Mittelstetten war kein Neuling bei den Narrenabenden. Er gab Einblicke in sein Familienleben und regte sich über Diskriminierung auf. Neu waren die Akteure der „Augsburg Comedy“: Als Walter und Babsy unterhielten sich Walter Vogele und seine Partnerin über Wichtiges aus der ganzen Welt, bei ihrem Auftritt als Waltraud und Hanni ging es Walter Vogele und Johannes Dietrich um Probleme im Alter. Markus Reiß und Andy Hämmerle waren die zwei von der Baustelle und erinnerten an die Auftritte mit Rolf Reiter. Hohen Wiedererkennungswert hatten Adventure Rapis. Es macht immer wieder Freude, die gütige Fee zu sehen oder das zauberhafte Schwarzlichttheater zu verfolgen. Die Männer des Kolpingvereins hatten sich in diesem Jahr zu Petrus in den Himmel begeben, der einige überraschende Entscheidungen fällte.
Die Auftritte großer auswärtiger Gruppen waren die Höhepunkte des Abends. Garde und Prinzenpaar aus Asbach-Bäumenheim brachten das Publikum zum Staunen: Großartige Choreografie, fantasievolle Kostüme und perfekte Darbietung. Der Faschingsclub war in diesem Jahr in die Bundesliga aufgestiegen und steht kurz vor der Deutschen Meisterschaft. Die Lumpenkapelle Aitrach mit ihren aufwendigen Kostümen und den vielen, teils großen und vor allem lauten Instrumenten heizte zum Abschluss des Programms nochmal richtig ein. Das Publikum verlangte immer neue Zugaben, sodass es nach Mitternacht wurde, als der Ausklang des Abends in der Bar mit Tanz und Gesprächen an den Stehtischen beginnen konnte.
Der zweite Narrenabend mit abgeändertem Programm findet am Faschingssamstag, 25. Februar, um 19.30 Uhr in der Stadthalle Schwabmünchen statt, der Menkinger „Gaudiwurm“ (Faschingsumzug) beginnt am Faschingsdienstag, 28. Februar, um 17.11 Uhr und endet mit der Kehraus-Party auf dem Schrannenplatz.
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