Neun Nationen beim Interkulturellen fairen Frühstück

Thamer Ilieh aus Mossul im Irak lässt Monika Mornau beim Interkulturellen Frühstück von seinen Spezialitäten probieren.
Schwabmünchen Familien aus Nigeria, dem Irak, aus Afghanistan, Eritrea, Georgien, der Türkei, aus Syrien und den Philippinen hatten Schüsseln und Körbe mit Essen mitgebracht, um die Besucher des Interkulturellen Fairen Frühstücks zu bewirten. Wie bereits in den zurückliegenden Jahren veranstaltete der Verein Solidarität Eine Welt zusammen mit dem Weltladen Lech-Wertach, der für das deutsche Frühstück verantwortlich war, am Marktsamstag ein Frühstück im Pfarrzentrum St. Michael, diesmal unter dem Motto „Nächstenliebe geht durch den Magen“.

Einhundertfünfzig Teilnehmer

Helmut Stapf, Vereinsvorsitzender und Mitarbeiter beim Netzwerk Integration der Caritas, eröffnete das Büffet mit einem gesungenen Tischgebet und die leckeren Gerichte konnten probiert werden. Rund einhundertfünfzig Gäste und Anbieter unterhielten sich bald eifrig über die Köstlichkeiten, die angeboten wurden. Es gab meist warmes Essen, viel Fleisch, aber auch Reis, Gebäck, Brot, gebackenes und rohes Gemüse, Suppen – das Meiste war für den heimischen Geschmack sehr ungewöhnlich. Dazu gab es Filterkaffee, Tee und Fruchtsäfte vom Weltladen, Kaffee mit Kardamom beim irakischen Stand und indischen Chai an der Theke. Mehrere einheimische Besucher wollten mit ihrer Teilnahme ein Zeichen gegen die ausländerfeindliche Politik setzen. Natürlich probierten die Menschen aus fremden Ländern auch beim deutschen Stand. Da kam schon mal erst die Marmelade aufs Brot und die Butter darüber. Die Musiker aus Nigeria hatten sich etwas verspätet. Nachdem die meisten Tische leer gegessen waren, fingen Ezekiel und Christian zu trommeln und zu singen an und Frauen und Kinder tanzten gleich mit.

Ausstellung: 36 Bilder in 24 Stunden

An der Ostseite des Saals war die Ausstellung „Zwischenleben“ angebracht worden. Große Tafeln mit verschiedenen jugendlichen Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, zeigten Bilder aus dem Alltag und einen Satz, der typisch für den Einzelnen war. Die jungen Leute hatten bei einer Aktion der Volkshochschule Augsburg in Zusammenarbeit mit der Presse mitgemacht. In 24 Stunden konnten sie mit einer einfachen Fotokamera 6 Bilder schießen, die dann zu der Ausstellung verarbeitet wurden. Drei der Teilnehmer leben in Schwabmünchen.
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