Norma-Neubau erneut bewilligt

Der bestehende Norma (links) muss weichen und rückt nach als Neubau nach hinten. Teile des Gebäudes rechts im Bild und die Waschanlage verschwinden ganz.

Schwabmünchen Bereits vor fünf Jahren gab der Schwabmünchner Bauausschuss dem Neubau des Norma-Marktes in der Augsburger Straße grünes Licht. Dabei wurde aber die weitere gewerbliche Nutzung auf dem Gelände - unter anderem sollte ein Billigmarkt kommen - abgelehnt. Nun folge ein neuer Bauantrag für einen Neubau des Marktes

Nachdem vor kurzem eine erneute Planung abgelehnt wurde, weil diese in ihrer Größe die Ausweisung eines Sondergebietes nötig gemacht hätte, scheinen die Pläne, auf dem Gelände an der Augsburger Straße mehr als nur den Discountermarkt zu etablieren, vom Tisch. Die aktuelle Planung sieht den Rückbau der teils leer stehenden Gewerbeeinheit auf der Nordseite des Areals vor. Dort soll nur das aktuell von einer Spielothek genutzte Gebäude bestehen bleiben. Auch die SB-Autowaschstation direkt an der Straße fehlt auf den neuen Plänen. Dafür ist ein neues Gebäude für den Norma-Markt vorgesehen, größer und moderner als bisher. Die restliche Grundstücksfläche bietet Platz für 135 Parkplätze. Ebenso geplant ist ein barrierefreier Zugang vom Mittelstetter Weg auf das Gelände. Im Zuge der Diskussion mahnte Stadtrat Rudolf Lautenbacher (CSU) an, darauf zu achten, dass die dort eventuell vorhandenen Bodendenkmäler geschützt werden müssen. Stadtbaumeister Stefan Michelfeit erläuterte hierzu, dass dies von Seiten der Baubehörden schon gefordert sei.

Mehrfamilienhäuser sorgen für Diskussion

Für viel Gesprächsstoff sorgte ein großes Bauvorhaben in der Burgstraße. Dort sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils acht Wohnungen entstehen. Dabei ist der Bauträger schon vom ursprünglichen Plan, ein Geschoß mehr zu errichten, abgewichen, da sich Kreis- und Stadtbauamt dagegen aussprachen. Trotzdem bleiben weiter, vor allem von Seiten der Nachbarschaft Bedenken. Vor allem die Zufahrt der 17 Stellplätze umfassenden Tiefgarage findet wenig Freunde. Diese liegt an der nördlichen Grundstücksgrenze. Vor allem die dort betroffenen Nachbarn sind davon wenig angetan.

Bürgermeister Lorenz Müller zeigte durchaus Verständnis für die Einwände der Anwohner zu dem geplanten Bauvorhaben, die sich mit einigen Briefen an die Bauverwaltung wandten, stellte aber auch klar: "Wir müssen beurteilen, ob sich das Vorhaben nach Art und Maß der Umgebung anpasst. Dies ist gegeben." Neben den Vorgaben der Nutzflächenkennzahlen wird auch die Anzahl der notwenigen Stellplätze und deren Anordnung erfüllt. Es ist sogar ein Stellplatz mehr als notwendig geplant. Die Bedenken der Anwohner wegen Problemen mit der naheliegenden Singold konnte Bürgermeister Lorenz Müller dahingehend zerstreuen, das im künftig festgelegten Überschwemmungsgebiet diese Flächen nicht mehr enthalten sind.

Neubau bewilligt

Da die baurechtlichen Vorgaben erfüllt sind, stimmte der Bauausschuss dem Vorhaben zu. Die Einwände werden aber noch vom Landratsamt geprüft, welches in vorerst letzter Instanz die Entscheidung fällt. In diesem Zug bot Bürgermeister Müller an, die Thematik Tiefgaragenzufahrt mit allen Beteiligten an einem Runden Tisch zu klären.

Bauantrag für ein landwirtschaftliches Anwesen sorgt für Kopfzerbrechen

Schon mehrfach Gegenstand in Ausschuss war ein Bauantrag für ein landwirtschaftliches Anwesen. Dort sollte ein Stadel für die Nutzung einer auf dem Grundstück befindlichen Schlosserei ausgebaut werden, aber das Landratsamt untersagte diese Form der Nutzung als für dieses Gebiet nicht typisch. Nun soll aus dem Stadel eine landwirtschaftliche Maschinenhalle entstehen. "Dies ist den Vorgaben nach rechtlich in Ordnung", erläuterte Bürgermeister Müller. Stadtrat Rudolf Lautenbacher mahnte hierbei zur Vorsicht: "Am Ende erlauben wir das und die Nutzung ist dann doch die eigentlich untersagte."
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