Optimismus als Leitfaden

Bürgermeister Peter Zieglemeier blickt optimistisch in die Zukunft. (Foto: Michael Kalb)
Mehr als 500 Besucher waren beim Neujahrsempfang in Fischach. 2016 sollen 100 Flüchtlinge kommen. Bürgermeister Ziegelmeier steht der Zukunft optimistisch gegenüber.

„Braucht’s des?“ oder „Des tut’s scho no?“ – hätte sich Fischachs Bürgermeister Peter Ziegelmeier von diesen Fragen leiten lassen, stünde seine Gemeinde heute nicht so gut da. Auf dem Neujahresempfang in der Staudenlandhalle an Heilig-Drei-König sprach er vor mehr als 500 Gästen.

„Braucht’s des?“, fragte Ziegelmeier immer wieder in seiner Rede. „Ich gebe zu, dass auch ich mich selbst gelegentlich bei solchen Gedanken ertappe“. Dies begann bei der Entscheidung, zum Neujahrsempfang alle Bürger einzuladen und die gemeindliche Weihnachtsfeier zu streichen. Ebenso beim Bau des Naturfreibades, das 2015 mehr als 50.000 Besucher verzeichnen konnte.

„Verantwortungsbewusste Kommunalpolitik heiße eben gerade nicht ’Des tut scho no’ oder ’Brauch mer des?’", so Ziegelmeier. Verantwortliche Kommunalpolitik bedeute nach seinem Amtsverständnis Einsatz für die Gegenwart und Offenheit für die Zukunft, gepaart mit Rücksichtsnahme auf Bewährtes. Dieses Augenmaß hab der Marktgemeinderat im vergangenen Jahr gezeigt, als in nur einem Jahr 1,73 Millionen Euro gemeindliche Schulden getilgt wurden. 6,7 Millionen Euro Schulden verbleiben im Gemeindehaushalt. Ein Besuch in der Kasse sehe oftmals so aus, dass der Bürgermeister „mal wieder eine Idee habe“, Kämmerer Thoma jedoch gleich mit „Wir haben keine Kohle“ antworte.

Dennoch konnten jährlich 30.000 Euro Zuschüsse für Vereine über den Vereinsbeirat gesichert werden. Und mit den Beschlüssen zur Renovierung der Fischacher Kirche und der Kapellen in Tronetshofen und Reitenbuch bekenne sich die Gemeinde zur kirchlichen Tradition und deren Wertvorstellung. In diesem Zusammenhang mahnte Ziegelmeier auch an die aktuelle Diskussion um die Integration von Flüchtlingen an. „Unsere Wertvorstellungen haben unabdingbar für alle zu gelten, auch für diejenigen, die aus anderen Ländern zu uns kommen“. Aktuell seien im Markt nur 17 Flüchtlinge untergebracht. Doch das Landratsamt habe bis Mitte des neuen Jahres private Objekte angemietet und es sollen noch etwa 100 Flüchtlinge hinzukommen.

Mit derzeit 4675 Einwohnern konnte Fischach im Vergleich zum vergangenen Jahr 83 neue Bürger gewinnen und mit 42 Geburten sogar die höchste Geburtenzahl seit sieben Jahren verzeichnen.

„Auch für die weitere Ausgestaltung des Hochwasserschutzes liegt uns seit wenigen Wochen ein konkreteres Konzept vor“, verriet Ziegelmeier. Und mit dem Kauf eines am Marktplatz gelegenen Grundstückes, entgegen des Gerüchtes könne die Ausgestaltung und Vergrößerung des Marktplatzes weiter gehen.
„Es besteht also trotz aller Krisen, Sorgen und Probleme sehr wohl Anlass zu Optimismus“, so Ziegelmeier.

von Michael Kalb
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