Runder Tisch wegen Bergrennstrecke Mickhausen

Zur Zeit ist es auch bei schönem Wetter ruhig auf der sogenannten Rennstrecke Mickhausen.

Tödlicher Unfall in den Stauden

Am Sonntagabend um 18.10 Uhr ereignete sich wieder ein Unfall mit einem Motorradfahrer, der diesmal tödlich endete, auf der Kreisstraße A 16 in der Leuthau. Laut Polizeibericht übersah ein 23-jähriger Autofahrer den aus Birkach kommenden vorfahrtberechtigten 24-jährigen Motorradfahrer, als er in die Kreisstraße einbiegen wollte. Der Kraftradfahrer und sein Fahrzeug wurden mehrere Meter durch die Luft geschleudert und kamen in einem Feld zum Liegen, wobei sich der Motorradfahrer tödliche Verletzungen zuzog. Aufgrund der Spurenlage ging die Polizei davon aus, dass der Motorradfahrer die angeordnete Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 Stundenkilometern nicht eingehalten hatte.

Behörden wollen Maßnahmen ergreifen

Was ist seit den letzten tödlichen Unfällen mit Motorradfahrern bei den Behörden veranlasst worden? Rudolf Karl von der Polizeiinspektion Schwabmünchen berichtet:
Es habe einen runden Tisch gegeben. Teilnehmer waren die Verkehrspolizei Augsburg, die Polizei Schwabmünchen, die Straßenverkehrsbehörde des Landratsamts Augsburg und der Bürgermeister von Mickhausen, Hans Biechele. Diskutiert wurde darüber, was auf der Kreisstraße 16 alles fahren dürfe. Es sei eine Bedarfserhebung durch das Landratsamt Augsburg gestartet worden, wie hoch die Belastung durch Motorräder ist, wobei die kürzliche vermehrte Aktivität auf das Ende der langen Regenperiode zurückgeführt werden könnte. Es wurde an zwei Messpunkten ermittelt, wie viele Zweiradfahrer unterwegs sind.
Auch seien verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen worden, die andernorts bereits angewendet werden: Bauliche Maßnahmen wie an der Kesselbergstrecke zwischen Kochel- und Walchensee, die außerdem an Wochenenden für Motorradfahrer gesperrt werde, seien angedacht oder Rüttelplatten auf dem Mittelstreifen (Sudelfeld-Tatzelwurm), die ein Überfahren des Mittelstreifens für Motorradfahrer erschweren. Eine Möglichkeit wäre auch, zusätzlich zu den Verkehrsschildern Warnplakate aufzustellen, die auf die Gefahr hinweisen, ähnlich wie auf Autobahnen. Notfalls müsste auch über die Sperrung für Motorradfahrer nachgedacht werden, eventuell nur zu bestimmten Zeiten.
Wie auch Anwohner der Staudengemeinden bestätigten, ergaben die Kontrollen in letzter Zeit ein geringes Verkehrsaufkommen und die wenigen Motorradfahrer hätten sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen gehalten. Es bleibt abzuwarten, ob sich dies wieder ändert.
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