Schulweltladen in der Mittelschule eröffnet

Der "fair-trade-point" war Anziehungspunkt in der Pausenhalle der Mittelschule. Die beiden betreuenden Lehrerinnen Karola Stenzel (links) und Sabine Mehringer (ganz rechts) freuen sich über das Engagement der Schülerinnen und Schüler.
Schwabmünchen: Leonhard-Wagner-Schulen | Fünfundzwanzig Schülerinnen und Schüler engagieren sich

Was braucht es, um einen Schulweltladen auf die Beine zu stellen? Zwei engagierte Lehrerinnen, viele Aktive, die mitmachen wollen, ein Weltladen vor Ort, der mit Rat und Tat zur Seite steht sowie einen Verkaufsstand und Ware zur Verfügung stellt und einen Schulrektor, der sich einverstanden erklärt, dass die mitarbeitenden Schülerinnen und Schüler früher aus dem Unterricht in die Pause dürfen, um ihren Stand aufzubauen. Das alles hat jetzt geklappt. Die Mittelschule der Leonhard-Wagner-Schulen betreibt jetzt ihren Schulweltladen jeden Dienstag um 10 Uhr, bei schönem Wetter vor der Mensa für alle drei Schulzweige, bei schlechtem Wetter in der Pausenhalle. Zusätzlich sind zwei Bauchläden unterwegs, um im Lehrerzimmer und in den anderen Schulen zu verkaufen.

Begonnen hat das Projekt am 10. Oktober diesen Jahres, als Gebhard Dischler, Vorstand des Weltladens in Schwabmünchen, im Religionsunterricht von Karola Stenzel über den Fairen Handel sprach und erklärte, wie so ein Weltladen läuft. Am 24. Oktober kamen die Schüler selbst in den Laden, um Ware auszusuchen. Am 15. November erhielt die Schule Besuch von Bettina Burkert von Banafair, um etwas über fair gehandelte Bio-Bananen zu erfahren. Am 21. November fand der erste Pausenverkauf statt - mit zahlreichen Kunden und viel Neugierigen.
Karola Stenzel kümmerte sich um die Organisation: In einer Arbeitsgruppe ging es um Werbung, Bestellungen und die Bestückung des Verkaufsstands. Alle fünfundzwanzig Teilnehmer wurden anhand eines Dienstplans in zehn Gruppen eingeteilt. Sabine Mehringer, die zweite Lehrerin, die beim Schulweltladen mitmacht, betreut die Klassen im Fach Wirtschaft. Das eingenommene Geld wird abgerechnet, das Kassenbuch unter Anleitung geführt und die Buchführung mit dem Programm Excel erstellt.
Bereits vor Jahren hatte es im Gymnasium in Schwabmünchen einen „Fair-trade-point“ gegeben, nachdem Schüler der sechsten Klassen Gebhard Dischler dazu überredet hatten, doch einen Schulweltladen aufzumachen.Eine ortsansässige Schreinerei bekam den Auftrag, den Verkaufsstand zu zimmern und es folgte ein regelmäßiger Pausenverkauf über mehrere Jahre. Leider schlief die Aktion im Laufe der Zeit aus verschiedenen Gründen ein.

Was haben nun die Schülerinnen und Schüler von ihrem Projekt? Es war ihnen anzusehen, dass sie mit großem Eifer und Spaß bei der Sache waren. Wirtschafts- oder Religionsunterricht mit praktischer Arbeit zu verknüpfen, mehr über den Fairen Handel zu erfahren und selbst aktiv für bessere Bedingungen für die Produzenten im Süden sorgen zu können, stellt einen großen Gewinn für die jungen Menschen dar. Der Service, den die Jugendlichen für Lehrer und Schüler leisten, ist vorerst für zwei Jahre geplant. Sollten die Verkäuferinnen und Verkäufer weiterhin mit so viel Freude bei der Sache sein, werden sich sicher Schüler der nächsten Klassen finden, die das Projekt fortführen.
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