Schwabmünchen bewegt sich: Am Rundwanderweg sollen Barrieren abgebaut werden

Dieser Abschnitt des Rundwanderwegs vom Alpenzeiger in Richtung Süden könnte durchaus barrierefrei gestaltet werden.

Schwabmünchen Mit dem Projekt "Schwabmünchen bewegt sich" gestaltet die Stadt Schwabmünchen, unterstützt von der Schöffel-Stiftung und einigen engagierten Bürgern, den gut vier Jahrzehnten alten Wanderweg "Rund um Schwabmünchen" neu. Eine dabei entstandene Idee wurde nun dem Schwabmünchner Behindertenbeirat vorgestellt.

Das Team von "Schwabmünchen bewegt sich" plant, den Rundwanderweg in allen möglichen Bereichen barrierefrei zu gestalten und für die Abschnitte des Weges, wo dies nicht umsetzbar ist, alternative Wege aufzuzeigen. "Unser Ziel ist es, die Nutzung des Weges möglichst barrierefrei zu gestalten. Dabei geht es nicht expliziert nur um Rollstuhlfahrer. Unter Barierrefreiheit verstehen wir auch die Nutzbarkeit für Rollatoren oder Kinderwagen", erklärt Christian Kruppe von der Bürgerinitiative dem Behindertenbeirat. "Eine barrierefreie Ausgestaltung wird sicher nicht überall möglich sein, so ist dies unter anderem im Afrawald einfach nicht möglich", erläutert Kruppe. "Denkbar wäre dies vielleicht nach dem Alpenzeiger oder bei einigen Feldwegen", Kruppe weiter.

Auch für Kinderwagen und Rollatoren

Mit dieser Idee trifft "Schwabmünchen bewegt sich" beim Beirat auf offene Ohren. Schnell waren sich die Beteiligten einig, in einer Arbeitsgruppe den Weg zu erkunden um die Stellen auszumachen, die für eine Anpassung in Frage kommen. Dazu soll auch über die möglichen Tangenten beraten werden. Wenn die Maßnahme abgeschlossen ist, soll der angepasste Wegeplan mindestens im Internet verfügbar sein. Die Initiative sagte auch zu, zu prüfen ob sich beim Startpunkt des Weges im Luitpoldpark eine solche Karte anbringen lässt.

Infotafeln mit NFC-Chips

Lob bekamen die Aktivisten nicht nur für den Plan, den Weg an sich barrierefrei zu gestalten. Auch die Idee, die Infotafeln entlang des Weges, welche im Lauf des Jahres aufgestellt werden, mittels QR-Codes und NFC-Chips digital zu verknüpfen, wird vom Behindertenbeirat positiv bewertet. Angedacht ist, auf den Schildern kurze Informationen zu interessanten Punkten zu geben und Nutzern von mobilen Endgeräten mit den Codes oder Chips die Möglichkeit zu geben, weitere Inhalte abzurufen. Beiratsmitglied Johann Mayr sieht hier vor allem einen Nutzen für Sehbehinderte. "Bei vielen Smartphones können sich Sehbehinderte diese Inhalte vorlesen lassen", erklärt er. Um dies gut nutzbar zu machen, werden die Schilder vor ihrer endgültigen Fertigstellung dem Beirat zur Prüfung vorgelegt.
Bürgermeister Lorenz Müller lobte die Arbeit der Initiative und zeigte sich von den Plänen, auch die Barrierefreiheit des Rundwanderweges zu optimieren sehr angetan.
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