Schwabmünchen: Das Bahnhofsumfeld im Blick

Großes Interesse hat Schwabmünchen am Erwerb der Flächen rund um den Bahnhof, wie hier dem PArk&Ride Parkplatz und dem alten Lagerschuppen
Mit einer Vorkaufsrechtsatzung hat sich die Stadt Schwabmünchen in der vergangenen Stadtratssitzung die Option geschaffen, mit einer kleinen Osttangente eine Verbindung zwischen dem Bahnhof und den Leonhard-Wagner-Schulen den Verkehrsfluss in der Stadt zu entzerren. "Durch die Verkehrsberuhigung in der Innenstadt verschiebt sich der Verkehr auf die anderen Straßen. Daher macht es durchaus Sinn, über eine solche Straße nachzudenken", erklärt Bürgermeister Lorenz Müller. Richtig interessant wird eine solche Straße vor allem dann, wenn sie bis zur A30 im Norden weitergeführt werden könnte. Die Vorkaufsrechtssatzung bringt der Stadt hierbei einen großen Vorteil. Mit der zu Grunde liegenden Planung hat Schwabmünchen nun ein gewichtiges Wort beim Verkauf der in der Satzung aufgeführten Grundstücke mitzureden. „Wir werden mit den bei einer Umsetzung der Planung mit den betroffenen Grundstücksbesitzern fair umgehen, versprach Bürgermeister Müller.
Dabei ist vor allem das Umfeld des Schwabmünchner Bahnhofs im eigentlichen Fokus Schwabmünchens. Schon seit Jahren möchte die Stadt diese Flächen, die den Busbahnhof, den Park&Ride, den Bike&Ride Parkplatz, wie auch das ungenutzte Lagerhaus und einige Grünflächen umfassen, erwerben. Doch die Verhandlungen mit der Bahn geraten immer wieder ins Stocken. Um nicht, wie beim Bahnhof, unter seltsamen Umständen am Ende nicht zum Zug zu kommen, wurde nun eine Vorkaufsrechtsatzung erlassen. "So können wir auch verhindern, dass mit dem Park&Ride Parkplatz das Selbe wie mit dem Bahnhof passiert", stellt Bürgermeister Lorenz Müller nochmals fest. Zwar gibt es für beide Parkplätze seit 2001 eine 25-jährige Zweckbindung, doch so lange möchte die Stadt nicht warten.
Die Entwicklungen in Sachen Bahn stoßen hierbei vielen Räten auf. "Wir müssen dafür sorgen, dass die Bahn Parkplätze hat", ergänzt Müller kopfschüttelnd. Auch Bernhard Albenstetter (CSU) kritisiert die Entwicklung. "Das alles wurde mit Steuergeldern erstellt. Nun müssen wir es wieder mit Steuergeldern zurückkaufen", merkt er an. "Das Verhalten der Bahn bei den Verkäufen lässt sowieso zu wünschen übrig", ergänzt er.
Im weiternen Verlauf der Sitzung wurde die Änderung der Straßenbenennung der "Alten Schwabegger Straße" beschlossen. Dort entstehen vom Freistaat Bayern zwei Gebäude mit Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge. Zur Besseren Auffindung der Gebäude heißt die Straße künftig "Am Salzstadel". Auch hier zeigte sich Bernhard Albenstetter mit der Planung nicht zufrieden. "Es werden nur kleine Wohnungen geschaffen, das geht am Zweck vorbei."
Zudem stimmte der Stadtrat der Auflösung der Fischereigenossenschaft Singold zu. Ursprünglich mit dem Zweck des gleichmäßigen Fischbesatzes gegründet, ist die Genossenschaft seit vielen Jahren inaktiv und ohne Vorstand. Das Landratsamt hat daher eine Sitzung zur Auflösung der Genossenschaft einberufen.
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