Schwabmünchen: Die oft nicht so heile Welt der Familie in Cartoons

Die neue Attraktion im Museum Schwabmünchen: 130 Cartoons über die Welt der Familie.
 
Zum Schmunzeln und auch mal zum Lachen brachten die Zeichnungen die Besucher. Viele erkannten sich in den Situationen wieder.
Schwabmünchen: Museum und Galerie | Schwabmünchen hat eine neue Attraktion: Im Museum wurde am Sonntag die Ausstellung „Heile Bilder“ eröffnet, eine Zusammenstellung von Cartoons über die manchmal gar nicht so heile Welt der Familie. Zahlreiche Besucher hatten sich zu der Vernissage eingefunden. Museumsleiterin Sabine Sünwoldt stellte die Ausstellung, die in Schwabmünchen erstmals präsentiert wird, sehr unterhaltsam und informativ vor.
Bürgermeister Lorenz Müller begrüßte die stellvertretende Landrätin Sabine Grünwald, Stadtratsmitglied Bernhard Albenstetter, den Förderpreisträger für Kunst und Kultur der Stadt, Markus Friesenegger, und die zahlreichen Anwesenden, die sich zur Eröffnung der Ausstellung eingefunden hatten. Er lobte Sabine Sünwoldt für ihr eifriges Wirken und den Mitarbeitern des Bauhofs für die Unterstützung beim Aufbau.
Museumsleiterin Sabine Sünwoldt stellte an den Anfang ihrer Einführung in die Ausstellung die Frage „Schon wieder Cartoons?“ Sie hätte aufgrund des großen Interesses die Ausstellung „Augenspiele“, die bisher über 12 000 Besucher gesehen hätten, immer wieder verlängern müssen. Die Präsentation „Heile Bilder“ sei für jetzt geplant gewesen, eine Verschiebung vertraglich nicht möglich. Es werde aber keine „Cartoon-Monokultur“ geben, auch wenn Uli Stein wegen der Präsentation seiner Werke den Schwabmünchnern ein großes Lob ausgesprochen habe.
Gerade in der Weihnachtszeit, aber auch im Jahresablauf sei das Thema Familie aktuell und ein Traumthema für Cartoons. Die Ausstellung umfasse das ganze erste Stockwerk mit seinen einhundertdreißig Bildern von rund fünfzig Cartoonisten aus dem deutschsprachigen Raum. Sie stammen aus dem Buch „Heile Bilder“, das Wolfgang Kleinert für den Lappan Verlag zusammengestellt hat und im Museum erworben werden kann. Das Schwabmünchner Museum durfte sich aussuchen, was besonders gut gefällt und sei jetzt die erste Station, die eine Ausstellung der Bilder zeigen darf. „Die Cartoons als Zeichnungen in einem größeren Format museal präsentiert zu sehen ist einfach ein anderes Erlebnis, als ein Buch durchzublättern“, meinte Sünwoldt.

Es werden verschiedene Zeichner zu einem Thema gezeigt.

Es würden vordringlich die Cartoonisten und ihre Arbeiten gezeigt, gruppiert nach inhaltlichen Kriterien. Als Beispiel für das Thema Familiengründung nannte die Museumsleiterin eine Zeichnung, auf der zu jeder Geburt gratis ein Golden Retriever angeboten würde. Weitere Themen: Reisen mit Kindern, Namensgebung, Feiern, Kita-Betreuung, Fordern und Fördern, Geschwister, Offenbarungen und nebenbei Papa und Mama sowie Oma und Opa. Sünwoldt beschrieb einzelne Cartoons zu diesen Themen, die die Originalität der Exemplare und die interessante Auswahl bewiesen.
Sünwoldt bedankte sich namentlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben und auch an der Theke und am Büffet im Einsatz waren. Ein Teil der Besucher fand sich zum gemütlichen Austausch bei Sekt und Imbiss im kleinen Café ein, der andere ließ sich von den Bildern im Treppenaufgang und im ersten Stock „erheitern“. Sehr ansprechend präsentiert, teilweise mit farbigem Hintergrund, luden die Cartoons zum Schmunzeln und Nachdenken ein. So mancher Betrachter erkannte die Situation in seinem Leben wieder.

Die Herbstzwanglosen erfreuen mit selbst komponierten Liedern

Für die musikalische Unterhaltung sorgten die „Herbstzwanglosen“, drei einheimische Musiker, die in dieser Besetzung bereits beim Singoldsand-Festival auftraten. Daniel Köhn aus Langerringen (Gitarre, Gesang), Johanna Heim aus Schwabmünchen (Violine, Mundharmonika) und Benedikt Bader am Cachon spielten vor allem Eigenkompositionen, sowohl deutsch als auch englisch gesungen. Sie unterhielten die Besucher der Ausstellung auch nach der Eröffnung und ernteten viel Applaus. Wie die Museumsleiterin und Bürgermeister Müller versicherten, würden sie nicht das letzte Mal im Museum zu hören sein.
Sünwoldt wies auf das Rahmenprogramm der Ausstellung hin: Am 24. November um 19.30 Uhr gäbe es zum Thema „familiär“ einen vergnüglichen Abend mit Lesungen, Musik und Leckereien. Um telefonische Anmeldung (08232 950260) oder per Mail unter museum@schwabmuenchen.de wird gebeten.
Das Museum ist sonntags von 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr, mittwochs von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Am 26. Dezember und am 6. Januar kann die Ausstellung zusätzlich besucht werden.
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