Schwabmünchen ebnet den Weg zu Baugebieten

Noch wächst im Norden von Mittelstetten der Mais, bald sollen hier Häuser in die Höhe schiessen.
Schwabmünchen Bauland ist gefragt, aber knapp. Egal ob es Flächen für Gewerbe- oder Wohnbau geht. Der Schwabmünchner Stadtrat stimmte unlängst der Aufstellung eines Bebauungsplanes für je ein solches Gebiet zu.
Im Norden von Mittelstetten, an die nach Großaitingen führende Staatsstraße angrenzend soll ein Baugebiet, welches bis zu 17 Bauplätze beherbergt entstehen. Bis auf die Flächen, die zu einem Gewerbetrieb am Nordende des geplanten Baugebiets liegen, sind schon alle Grundstücke im Besitzt der Stadt. Um den Lärmschutz gerecht zu werden, ist entlang der Staatsstraße im Osten des Baugebiets ein 4,5 Meter hoher Lärmschutzwall vorgesehen. Dieser soll zum größten Teil aus einem Erdwall, bestehend aus dem Aushubmaterial, und einer kleineren Mauer bestehen. Die entstehenden Bauflächen sollen mit Einfamilien- Doppel oder Hausgruppen bebaut werden dürfen. Kritik gab es von Rudolf Lautenbacher (CSU) ob des an der Südostecke des Gebiets geplanten Spielplatzes. "Der Spielplatz soll für alle Kinder in Mittelstetten sein, daher sollte nicht weg vom Dorf sein. Aber noch problematischer ist die Lage direkte an der Staatsstraße. Wir setzten die Kinder hier doch den kompletten Abgasen dieser Straße aus",bemängelte er. Mit der Gegenstimme Lautenbachers wurde die Aufstellung des Bebauungsplanes bewilligt.
Das schon länger geplante Gewerbegebiet im Norden Schwabmünchens wurde ebenfalls auf den Weg gebracht. Südlich der A30 und östlich der Albert-Einstein-Straße sollen neue Flächen für Gewerbetreibende entstehen. Den Löwenanteil der Flächen wird sich wohl der Bau- und Gartenmarktriese Hellweg sichern, um dort einen neuen BayWa-Markt zu erstellen. Die Erschließung der Flächen soll über die Albert-Einstein-Straße erfolgen, einzige der geplante Baumarkt soll auch eine Zufahrt von der Umgehungsstraße bekommen. In diesem Zuge soll auch der gegenüberliegende V-Markt ebenfalls eine direkte Zufahrt bekommen. Auf Grund der geplante Größe des Bau- und Gartenmarktes wird diese Fläche als Sondergebietsfläche ausgewiesen. Kritik an der Planung gab es von Seiten Gabriele Hubers (CSU). Diese bemängelte, das es angedacht war, erst dann weitere Baugebiete auszuweisen, wenn ein Verkehrskonzept für Schwabmünchen erstellt wurde. Dies ist aber noch nicht geschehen.
Im Zuge der Sitzung wurde auch die Satzung der städtischen Grundstücks- und Wohnbaugesellschaft (GWS) angepasst. Notwendig wurde dies durch Empfehlungen der Wirtschaftsprüfung. Die einzig nennenswerte inhaltliche Ergänzung findet sich beim „Gegenstand des Unternehmens“, wonach künftig auch „der Erwerb, die Errichtung, die Verwaltung und Vermietung von Grundstücken und Gebäuden“ zum Geschäftszweck der GWS dazu gehören soll.
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