Schwabmünchen neu entdecken - die Panorama-Austellung im Museum zeigt die Stadt von oben

Schwabmünchen ist auf Spurensuche - wenn es sein muss mit Lupe, so wie Jörg Wagner.

Schwabmünchen Einen für viele völlig neuen Blick auf Schwabmünchen bietet seit Kurzem das Schwabmünchner Museum. Mit der Ausstellung "Panorama" lädt Museumsleiterin Sabine Sünwoldt ihre Gäste ein, die Stadt aus der Vogelperspektive zu erkunden.


Als sich sich die Ausstellungsräume kurz nach deren erstmaligen Öffnung füllten, war schnell klar, dass Sabine Sünwoldt recht haben würde, als sie zur Eröffnung sagte: "Unterschätzen sie diese Ausstellung nicht. Sie werden wahrscheinlich länger drin sein, als sie denken." Schnell bildeten sich Grüppchen um die Bilder, egal ob aktuell oder aus den Anfängen des vorigen Jahrhunderts. Es wurde gesucht, gerätselt, verglichen und oftmals gefunden. Wenn nötig wurde auch noch die Lupe ausgepackt. So wie Jörg Wagner. Der Wahl-Schwabmünchner war auf der Suche nach Details. "Am Ende war es halb drei, bis ich ging," erzählt er. So lange wollte er eigentlich nicht bleiben - ein Beweis für Sabine Sündwoldts Worte.

Mitmach-Aktionen: Besucher werden selbst aktiv

Doch nicht nur die vielen Bilder sorgen dafür, dass die Gäste im Museum verharren. Wie immer werden die Besucher - sofern es möglich ist - aktiv ins Geschehen mit eingebunden. So auch bei "Panorama". Schon beim Betreten fällt der auf dem Boden aufgeklebte Auszug des Stadtplanes auf. In einer Anweisung dazu heißt es, die Besucher sollen darauf vom Mühlangerweg zur Waffenschmiedgasse gehen. Da die Straßennamen auf dem Plan fehlen, ist dies ein durchaus anspruchsvolles vorhaben. Wem das zu viel ist, der hat im großen Ausstellungssaal Gelegenheit zum puzzeln. Dazu lockt noch ein Suchspiel. Dabei gilt es, entlang der Fuggerstraße Dächer zuzuordnen - was sich als spannend und interessant zu gleich erweist.

Bilder zeigen Veränderungen - und das Elternhaus

Viele Bilder bringen beeindruckende "Früher - Heute" Vergleiche, etwa die bauliche Veränderung des Krankenhauses oder ein Vergleich der Leonhard-Wagner-Schulen im Laufe der Jahre. Doch der große Renner war, und wird es auch bleiben, die Suche nach dem eigenen Haus, dem Elternhaus oder nach persönlich bedeutsamen Orten. Dabei werden auch die Stadtteile mit einbezogen, so konnte auch Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller nach seinem Anwesen suchen und sich ein Bild von der Entwicklung machen. "Die Bilder zeigen die Veränderung. Das macht uns auch viel Kopfzerbrechen, denn Schwabmünchen soll möglichst so bleiben wie es ist", führte Müller zur Eröffnung aus. Es wunderte den Bürgermeister auch nicht, dass der Andrang zur Eröffnung mal wieder besonders groß war. "Wenn es um Schwabmünchner Themen geht, ist das Interesse immer groß", weiß Müller.

Neben den Bildern der Ausstellung konnte Sabine Sünwoldt zwei weitere Leckerbissen präsentieren. Das Luftbild des Luitpoldparks vom Schwabmünchner Fotografen Jürgen Ober ist im Museum als Puzzle erhältlich. Zudem gibt es Bastelbögen vom Wasserturm und dem Alten Rathaus, beides entworfen vom Schwabmünchner Architekten Gerhard Birkle.
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Sabine Presnitz aus Schwabmünchen | 04.05.2017 | 17:56  
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