Schwabmünchener Holzheystraße offiziell eingeweiht

Viele Helfer gab es beim Durchschneiden des Bandes zur Eröffnung der Holzheystraße.

Schwabmünchen Die Holzheystraße in Schwabmünchen, zumindest der am meisten befahrene Teil bei Grundschule und Festplatz, hat ein neues Gesicht bekommen. Dabei wurde nicht nur die Straße saniert, sondern gleich mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation umgesetzt. Viele Jahre bot sich auf dem westliche Teil der Holzheystraße vor allem morgens, wenn die Schule beginnt, ein wildes Durcheinander. Vor allem seit sich der zentrale Busumstiegspunkt in Schwabmünchen von der Fuggerstraße vor den Festplatz verschoben hat, wurden die Situation noch schwieriger.
Daher reagierte die Stadt Schwabmünchen und verbesserte die Lage in diesem Bereich nicht nur in Sachen Sicherheit. Denn der Ausbau ist auch ein weiterer Schritt in Richtung Barrierefreiheit.
Bei der ersten Vorstellung des Konzepts wurde noch mit einem Kostenaufwand von 650000 Euro gerechnet. Am Ende waren es nun 950000. Auch, weil mehr getan wurde, als ursprünglich angedacht, erklärte Bürgermeister Lorenz Müller. So wurde auch die Ampelanlage am Sparkassenplatz erneuert. Mit einem Alter von mehr als 40 Jahren war sie die Älteste in der Stadt und die Steuerung hatte ihren eigenen Willen. Auch die Ampel vor der Grundschule, die den Zebrastreifen ersetzt, war ursprünglich nicht geplant. Doch Schule und auch Behindertenbeirat setzten sich für diese Ampel ein.
Neu ist auch die Busbucht im Bereich der Haltestellen. So blockieren wartende Busse künftig nicht mehr einen Großteil der Fahrbahn und die Straße ist besser einsehbar. Zudem gibt es nun auf der Südseite der Holzheystraße ein Buswartehäuschen. Der Bordstein der Haltestellen ist mit einem sogenannten "Kassler Sonderbord" erstellt, dass ein schwellenfreien Ein- und Ausstieg ermöglicht.
Auch die Verkehrsführung zu den Parkplätzen am auf dem Festplatz ist verbessert worden. Die Hauptzufahrt ist nun in der Rudolf-Diesel-Straße. Zudem sind die Parkflächen auf dem Festplatz nun markiert und, den heuten Fahrzeugen angepasst, 2,75 Meter breit.
Ein komplett neues Gesicht hat der Bereich vor der Stadtbücherei. Neben den Parkplätzen für Bücherei und Lehrer dient er als "Elternvorfahrt". Hier können Eltern ihre Kinder nun sicher vor der Schule absetzen. Dabei gibt es sogar zwei Möglichkeiten. Kurzzeitparkplätze dienen für Eltern, die ihre Kinder noch mit zum Schulhaus begleiten, ein Haltestreifen fungiert als reine Ausstiegsmöglichkeit.
Seit gut einer Woche ist auch das Blindenleitsystem, welches sich schon durch die Innenstadt zieht, auch bis zur Stadtbücherei fortgeführt.
Bürgermeister Lorenz Müller ist sich sicher, dass durch die Verbesserungen vor allem die Schulwegsicherheit deutlich verbessert wird. "Wir müssen dem Umstand, dass viele Kinder von den Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht werden, Rechnung tragen", so der Bürgermeister. Auch Schulleiterin Ursula Timmler freut sich über die Verbesserungen, wie auch Lize von Perbandt, Vorsitzende des Elternbeirates. "Die Ampel war ein lange gehegter Wunsch von uns", erklärt sie.
Die Zeit wird zeigen, ob die Maßnahmen wirken. Es liegt vor allem an den Eltern, die die neu geschaffenen Möglichkeiten annehmen müssen. (ckr)
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