Schwabmünchner Sternsinger sammeln über 30 000 Euro

Die Sternsinger legten ihre Geldkassetten rund um das Jesuskind nieder. Sie hatten bis dahin 29 000 Euro gesammelt.
Schwabmünchen Sie waren sicher froh, dass sie ihre Tour beendet hatten: eine große Anzahl bunt gekleideter Sternsinger zog am Dreikönigstag zum Abschlussgottesdienst in die Pfarrkirche ein. Nur vier Gruppen waren am Nachmittag noch unterwegs zu Familien, die einen Besuch angemeldet hatten. In der Pfarrei St. Michael waren insgesamt 30 269,60 Euro an Spenden zusammengekommen. Die Summe von Mittelstetten gab Stadtpfarrer Leutgäb am Sonntag mit 1.143,- Euro an. Von Schwabegg wurde ein Betrag von 1.662,45 Euro gemeldet, womit die Pfarreiengemeinschaft 33 075 Euro gesammelt hat.
Aufgrund der Baustelle an der Südseite der Pfarrkirche mussten die Sternsinger einen Umweg zum Nordeingang machen, um in die Kirche zu gelangen. Pfarrer Christoph Leutgäb begrüßte die königlichen Hoheiten und ihre erwachsenen „Bediensteten“ und bedankte sich für ihren Einsatz. In der Predigt erklärte er nochmals die Bedeutung der Gaben der Könige: Sie hätten Gold gebracht, wie es eines Königs würdig sei. Mit Weihrauch wurde Gott gehuldigt und Myrrhe stand für die Bitternis des Lebens. Der Priester fragte die Gottesdienstbesucher, was sie Jesus mitgebracht hätten. „Was lassen wir uns Gott kosten –an Zeit, Aufwand, Energie?“, fragte er. „Wo huldigen wir Gott, knien vor ihm und beten?“ Er fragte nach, wo die Menschen Gottes Traum von einer paradiesischen Welt zerstören, die Schöpfung kaputt trampeln und den Mitmenschen schaden. Er dankte den Sternsingern für die geopferte Zeit, dass sie Weihrauch in die Häuser gebracht und Spenden für eine bessere Welt gesammelt hätten und wünschte sich, dass diese Gesinnung bleibe, auch wenn die königlichen Gewänder abgegeben sind. Bei der Fürbitten brachten Sternsinger Schokolade, Kreide sowie Stern, Geldkassette und Krone zum Altar – als Symbol für die Anliegen, die sie formuliert hatten. Zur Gabenbereitung legten Sternsinger ihre Geldkassetten neben das Jesuskind.
Die Spenden der Pfarreien Schwabegg und Mittelstetten zählen zum Ergebnis der Sternsingeraktion der Pfarreiengemeinschaft dazu, womit rund 33 000 Euro an Kinder in Not verteilt werden können. Nach Auskunft des Koordinators der Sternsingeraktion, Xaver Knoll, erhält Pfarrer Mugalu in Uganda 12 000 Euro, um die Schlafsäle in seiner Schule fertigstellen zu können. Die restlichen Spendengelder gehen je zur Hälfte an ein Kinderheim in Bolivien, in dem Pater Otto Strauß seit Jahrzehnten tätig ist, und an das Makumbi-Kinderdorf in Simbabwe, in dem zur Zeit 91 Kinder und Jugendliche betreut werden.
Die Sternsinger, Begleitpersonen, Helferinnen und Helfer und die Näherinnen treffen sich noch am Samstag, 28. Januar, im Pfarrzentrum. Als Belohnung für ihren Einsatz erwartet sie ein Nachmittag mit Programm und Pizza-Essen beziehungsweise Kaffee und Kuchen. An diesem Tag werden auch die Gewänder zurückgegeben und bis zum nächsten Einsatz aufbewahrt.
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