Schwabmünchner Werbegemeinschaft: Zwei Neue übernehmen das Ruder

Aktenübergabe: Paul Müller reicht die Arbeit an das Nachfolgerduo Björn Wilbert (links) und Michael Steger (rechts) weiter.
 
Zum Abschied gab es für den "Hobbykapitän" Paul Müller eine reich gefüllte Schatzkiste.

Schwabmünchen Wie schon im Herbst angekündigt, hat die Werbegemeinschaft Schwabmünchen eine neue Führung bekommen. Nach 13 Jahren als Vorsitzender des Gewerbevereines stellte sich Paul Müller nicht mehr zur Wahl. Sein Nachfolger ist der Schwabmünchner Michael Steger. Neben den Wahlen beherrschte vor allem die kontroverse Diskussion um die Lichternacht den Abend.

Als eine "tolle Zeit mit viel Spaß" bezeichnete Paul Müller seine 13 Amtsjahre als Vorsitzender der Werbegemeinschaft Schwabmünchen. Müller gestaltete seinen Abschied so, wie er auch in seiner Amtszeit arbeitete: Kurz und sachlich. Er dankte seinen Mitstreitern und der Stadt Schwabmünchen für die gute Zusammenarbeit. Dabei hob er auch den Bauhof hervor. "Nicht nur, dass die Arbeit für uns nichts kostete, sie wurde auch immer mit viel Herzblut verrichtet". Auch seinem Vorgänger Wolfgang Uhl vergaß er nicht, von dem er "einen sehr guten Grundstock übernommen habe".
Zum Abschied gab es reichlich Geschenke für Paul Müller. Passend zur Jahreszeit überreichte ihm Michael Großmann selbst gebrautes Starkbier mit dem für Müller treffend gewählten Namen "Pragmator". Dazu gab es eine Schatzkiste voller nützlicher Utensilien für den leidenschaftlichen Segler.
Die Neuwahlen gingen schnell von Statten. Die Nachfolge von Paul Müller tritt Michael Steger, Vertriebsmitarbeiter der Schwabmünchner Allgemeinen, an. Sein Stellvertreter wird Björn Wilbert, Marketingleiter der Stadtzeitung. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Franz Willer wird Schriftführer und Micheal Großmann bleibt weiter für die Finanzen zuständig. Auch im Gutscheinwesen hat sich nichts geändert, dies liegt weiter in Händen von Anton Betz. Armin Keller und Werner Röhrle bleiben dem Verein als Kassenprüfer erhalten.
Michael Steger übernimmt die Führung eines gut aufgestellten Vereines. In finanzieller Hinsicht stellte Kassenprüfer Werner Röhrle ein gutes Zeugnis aus. Das Eigenkapital beläuft sich auf 34000 Euro, im Vorjahr wurden etwas mehr als 6500 Euro Gewinn erzielt. Dies gelang obwohl 2016 viel investiert wurde. Gut 12000 Euro ging in die Sanierung und Neubeschaffung von Buden, rund 15000 Euro wurden für die vielen Veranstaltungen ausgegeben. "Eines ist aber klar, ohne die Zuwendung der Stadt geht das, was wir machen nicht", betonte Paul Müller. Allein für Stadtfest und Aktiv-Management legt Schwabmünchen 34000 Euro drauf. Gut angelegtes Geld, wie Bürgermeister Lorenz Müller befindet. "Es ist leicht zu Begründen, dass Steuergelder in die Werbegemeinschaft fließen, denn diese sorgt für Lebensqualität", so Müller. "Wenn sie die Stadt brauchen, stehen wir zur Verfügung", ergänzt er.
Bei der Planung anstehender Veranstaltungen gab es vor allem bei der Lichternacht kontroverse Diskussionen. Das die Lichternacht ein wichtiger Termin in der Vorweihnachtszeit sei, da waren sich alle einig. Doch bei der Terminwahl und der Art der Durchführung scheiden sich die Geister. Ferdinand Schärdinger vom Modehaus Schöffel setzte sich dabei stark für den Freitag als Termin ein. "Am Samstag machen inzwischen zu wenige Geschäfte mit", bemängelte er. Hans Grünthalter hingegen ist ein Samstags-Befürworter. "Am Freitag hat man gerade die Zeit von 18 bis 20 Uhr. Das ist den Aufwand, der betrieben wird, nicht wert", stellt er fest. Im Verlauf der Diskussion zeichnete sich eine kombinierte Lösung ab. Ein Jahr mit einem "schmalen" Freitag, im Jahr darauf an einem Samstag, so könnte der Konsens heißen. Paul Müller stellte dabei fest, dass "es an der Mitarbeit der direkt betroffenen Geschäfte mangelt". Dies war auch in der Versammlung zu sehen, denn die, die bei der vergangenen Lichternacht mit Teilnahmslosigkeit glänzten, fehlten auch bei der Versammlung. So wird es eine der ersten Aufgaben des neuen Vorsitzenden Michael Steger sein, alle Anlieger des Festbereiches zusammenzubringen und einen Weg zu finden.
Zum Abschluss der Versammlung kam der wiederholte Ruf von Ferdinand Schärdinger nach mehr Parkplätzen. Bürgermeister Lorenz Müller erklärte, dass der Stadt das Problem bekannt sei. Auf die Schnelle gebe es aber keine Lösung, wobei am ehesten im Bereich der Jahnstraße Möglichkeiten bestehen.
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