Seifenkistenrennen des Jugendbeirats der Stadt Schwabmünchen

Los gehts! Zwei Wagen sind gerade gestartet.
 
Viele Zuschauer interessierten sich für die selbstgebauten Seifenkisten.

Dreizehn Fahrzeuge gehen an den Start

Es war ein großer Spaß, und viele Zuschauer wollten sich die Fahrt der selbstgebastelten Seifenkisten nicht entgehen lassen. Am Nachmittag des Stadtfestes der Stadt Schwabmünchen und der Werbegemeinschaft fand nach dreizehn Jahren wieder ein Seifenkistenrennen in der Innenstadt in Schwabmünchen statt. Das Wetter spielte mit, für Getränke war durch das Veranstaltungsteam gesorgt. Der Sieger des Rennens, das MATRIX Racing-Team, kam aus Königsbrunn, die restlichen Preisträger aus Schwabmünchen. Platz zwei belegten die Gesellen, Platz drei die Azubis der Firma Schäfer und Waibl. Den Preis für die schönste Seifenkiste erhielt der Wagen der Firma Zahntechnik Schönwetter. Alle Sieger konnten einen „goldenen“ Pokal - in vier verschiedenen Größen – mit nachhause nehmen.

Der Start verzögerte sich, da zwei angemeldete Teams nicht erschienen waren. Bereits bei der Testfahrt ausgeschieden war das Team der Kolping-Jugend aufgrund eines Unfalls. Etwas verspätet starteten die ersten zwei der dreizehn Seifenkisten. Sebastian Baiter am Mikrofon sagte die Teams an und gab die Zeiten bekannt. Klingende Namen wie „SCHMETTERling“ (Jugendzentrum), „Five One O´Crew“, „Fire Rider“ (Feuerwehr Schwabmünchen), „Singoldflitzer“, „Seifenkistengewinner“, „Shut up“ (Jugendzentrum) oder „Team Rocket“ (Thomas Kraus) nahmen an dem Rennen teil. Die Strecke führte in zwei Bahnen von der Klamotte im Bogen die Jahnstraße hinunter bis zur Brücke. Die Zeit wurde auf Hundertstel Sekunden genau gemessen. Strohballen schützten Fahrer und Zuschauer. Nach dem Halbfinale durften die besten vier Fahrer die Bahn allein benutzen und die Ideallinie suchen. Gegen 17.15 Uhr standen die Sieger fest. Das MATRIX Racing-Team hatte 31,88 Sekunden, die Gesellen 32,89 und die Azubis 33,36 Sekunden (beide Schäfer und Waibl) für die Strecke gebraucht.

Die schönste Seiffenkiste

Wer wollte, konnte seine Stimme für die schönste Seifenkiste abgeben. Eindeutig gewann der Wagen von Zahntechnik Schönwetter, ein weißes Gefährt mit einer goldenen Krone vorn und einem Rad aus blauen Pustestäbchen im Heck, das bei der Fahrt lauter Seifenblasen verteilte. Die Fahrerin, Sarah Ziegler, erklärte, sie habe zwei Wochen zum Bau des Fahrzeugs gebraucht. Ihr Gegner bei der Abfahrt, der Fahrer des Wagens „Alpay“ (Jugendzentrum), meinte, er wäre nach gut einer Woche fertig gewesen. Auf die Frage, wie denn die Seifenkisten wieder an den Start kämen, führten die beiden vor, wie sie die Wagen hochschieben, wobei die Fahrerin eine Hilfe hatte, die im Fahrzeug saß und lenkte. Andere Wagen wurden an ein Quad angehängt und den Berg hoch gezogen.
Nach dem Rennen atmete der Organisator, Enzo Hirsch vom Jugendbeirat der Stadt Schwabmünchen, erstmal auf. Es hatte kleinere Unfälle gegeben, aber nichts Ernstes. Auf die Frage, warum gerade dieses Jahr ein Seifenkistenrennen stattfand, antwortete er, dass der neue Jugendbeirat in den eineinhalb Jahren noch nicht öffentlich aufgetreten sei. Die Idee zur Aktion kam Anfang Juni auf, in einer Woche seien die Anfragen und Infos an die Mitglieder der Werbegemeinschaft raus gegangen. Er habe sich auch Rat bei Uli Weißenbach geholt, der vor dreizehn Jahren schon einmal ein Seifenkistenrennen organisiert hatte. Insgesamt fünfzehn Helfer seien heute im Einsatz, zehn davon aus dem Jugendbeitrat. Auf die Frage, ob es nächstes Jahr wieder ein Seifenkistenrennen geben werde, meint Enzo Hirsch: „Es wird ein Nachtreffen geben, bei dem gemeinsam entschieden wird. Aber mir hat es Spaß gemacht!“ Er rechnet damit, dass in 2017 wieder ein Seifenkistenrennen statt findet.
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