Spannender Blick in die Entwicklung der Werbung

Ein Scheunenfund ist der Kern der jüngsten Ausstellung im Schwabmünchner Museum. Diesen machte Bernd Schönebaum und brachte dabei einen Schatz ans Tageslicht. Schönebaum stieß auf Werbungen aus der Drogeriebereich - meist Plakate und Aufsteller- aus den 20er bis zu den 60er Jahren. Aufpoliert und mit teilweiser mühevoll recherchierte Geschichte ausgestattet, sind etwa 150 Exponate nun im Museum zu sehen. Für die Besucher war dies zum Teil eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit.
Vor allem die teilweise markigen Werbesprüche, vor allem bei den Insekten- oder Unkrautvernichtern, sorgten für das eine oder andere Schmunzeln bei den Eröffnungsgästen. Irritierender hingegen war die Darstellung der Geschlechterrolle, die die Werbung in dieser Zeit auftut. Für heutige Zeiten teils skurrile Ansichten.
Neben der Botschaft der Tafeln dieser Zeit fällt vor allem auch die zum Teil hochwertige grafische Gestaltung der Tafeln auf. Die damals verfügbaren Mittel wurden komplett ausgereizt.
Die Ausstellung "Weißer als weiß" bietet eine spannenden, interessanten und auch lehrreichen Blick in die Zeit als das Wort "Drogen" noch anders behaftet war und die Fachzeitung der Drogisten noch "Der Drogenhändler" hieß. Was auffällt, dass sich in vielen Bereichen der Drogeriewerbung nicht viel verändert hat. Die Schwerpunkte sind weiter die Selben und auch viele Produkte sind immer noch auf dem Markt. Bis auf den einen oder anderen Exoten wie das Katzenfell für Rheumabeschwerden. Das ist auch seit Jahren nicht mehr erlaubt.
Die Ausstellung bietet eine Entdeckungsreise durch die Zeit und ein Wiedersehen mit fast Vergessenem und vielen alten Bekannten.
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Sabine Presnitz aus Schwabmünchen | 20.11.2017 | 18:04  
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