Sternsinger sammeln über 35 000 Euro

Sternsinger und Begleitpersonen versammelten sich im Chorraum. Eine Gruppe trug ihr Lied und den Text der vier Sternsinger vor. (Foto: Rudolf Herdin)
Schwabmünchen

An Neujahr wurden sie ausgesandt und waren dann bei Wind und Wetter unterwegs: Die Sternsinger der Pfarreien-Gemeinschaft Schabmünchen sammelten bis einschließlich Heilig Drei König 35078 Euro für die Schule von Pfarrer Joachim Mugalu in Uganda und für das Waisenhaus von Pfarrer Otto Strauß in Bolivien.

Der große weiße Türrahmen begleitete die Gottesdienste im Advent, noch mit geschlossener Türe. An Weihnachten rückte der Rahmen ohne Türe vor den Altar und thronte über dem Jesuskind, dekoriert mit dem goldenen Stern. Und an Neujahr waren Türen wieder Thema der Predigt von Stadtpfarrer Christoph Leutgäb. Den Sternsingern sollen die Türen geöffnet werden, um Segen in die Häuser zu bringen, das Gute soll hinein, das Böse hinaus. Der Priester segnete die Kreiden und den Weihrauch und verteilte die Päckchen an die Gruppen, die dann in den darauffolgenden Tagen unterwegs waren – teils bei sehr stürmischem und regnerischem Wetter.
Am Dreikönigstag zogen die „Hoheiten“ mit ihren Begleitpersonen wieder in die Kirche ein. Stadtpfarrer Leutgäb sprach in seiner Predigt die schönen Gewänder der Sternsinger an und bezeichnete ihren Dienst als „Knochenjob“. Vor dem Erfolg sitze der Schweiß und es habe sicher große Überwindung gekostet, bei dem schlechten Wetter rauszugehen. Auch die Waisen hätten damals einen Fußweg von zwei Wochen hinter sich gehabt, als sie in Jerusalem eintrafen, um zu erfahren, dass sie noch nach Bethlehem müssten. Aber was sie da gefunden hätten, habe sie durch un durch glücklich gemacht. Sie hätten dem Kind in der Krippe Gold gebracht, ihr Wertvollstes, einem König würdig, und Weihrauch, den göttlichen Duft, aber auch Myrrhe, um das Kind zu salben für das Schwere im Leben. „Sie gingen als Verwandelte wieder heim, sie hatten etwas geschafft“, meinte der Priester. Und im Hinblick auf die Höhe der Spendeneinnahmen (32109 Euro aus Schwabmünchen, 1252,50 Euro aus Mittelstetten,1716 Euro aus Schwabegg) würden die Kinder und Jugendlichen sicher sagen „Gott sei Dank, dass wir gegangen sind“.
Pfarrer Mugalu wird einen Großteil der Spenden für seine Schule in Uganda erhalten. Er weiß auch schon, wie er die Gelder verwenden will: Schülertische, Lehrerpulte, Schränke und Unterrichtsmaterial, eventuell noch ein Zuschuss zur Schüler-Mittagsverpflegung und für die Erweiterung der Fischzucht. Ein kleinerer Teil geht an das Waisenhaus von Pfarrer Otto Strauß in Bolivien. Aufgrund der Größe der Pfarrei und der Höhe des Spendenaufkommens kann die Pfarrgemeinde selbst bestimmen, welche Kinder mit den Spenden der Sternsinger-Aktion unterstützt werden.
1
Einem Autor gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.