Unterkirche soll Tag und Nacht mit Gebet gefüllt werden

Im Jahr 2015 fand die erste Gebetswoche in der Unterkirche St. Michael statt. (Foto: Christoph Leutgäb)
Schwabmünchen: Unterkirche St.Michael |

Gebetswoche mit ewiger Anbetung

In der Zeit vom 4. Bis 12. März veranstaltet die Pfarreien-Gemeinschaft Schwabmünchen zum 2. Mal eine Gebetswoche in der Unterkirche der Stadtpfarrkirche St. Michael (Eingang neben dem Weltladen). Vor dem ausgesetzten Allerheiligen wird vom Samstagabend bis zum Sonntagabend der folgenden Woche und ständig jemand anwesend sein, damit die Gebetskette nicht abreißt.
Am Samstag, 4. März, nach dem Abend-Gottesdienst, der um 18.30 Uhr stattfindet, wird die Monstranz mit der Hostie in einer Prozession in die Unterkirche getragen, wo sie bis zum Abschluss-Gottesdienst am Sonntag, 12. März (ebenfalls 18.30 Uhr), zelebriert von Weihbischof Florian Wörner aus Augsburg, stehen wird. Der Zeitpunkt wurde gewählt, weil am 4. März vor 72 Jahren Schwabmünchen bombardiert und auch die Pfarrkirche getroffen worden war. Am 12. März vor nunmehr 67 Jahren fand die Einweihung der wieder aufgebauten Kirche statt. Der Pfarrgemeinderat St. Michael hatte die Idee der Anbetungswoche wieder aufgegriffen, nachdem viele Menschen ihre Teilnahme vor zwei Jahren als sehr wertvoll empfunden hatten.
Stadtpfarrer Christoph Leutgäb wünscht sich, dass möglichst viele Personen die Gelegenheit wahrnehmen, „vor dem Herrn zu verweilen“ und sich von Jesus beschenken zu lassen. „Wir wollen die Kirche mit Gebet füllen, dazu ist dieser Ort erbaut worden und deswegen werden unsere kirchlichen Räume auch renoviert werden“, meinte Pfarrer Leutgäb bei einem Gespräch im Pfarrhaus. In Europa gebe es eine Gebetsbewegung, „24/7“ genannt, bei der Räume geschaffen werden, in denen Menschen rund um die Uhr verweilen und beten können (in der näheren Umgebung in Türkheim, Loretokapelle, und in Augsburg, Gebetshaus – Anmerkung der Redaktion).
Wer noch nie bei einer Anbetung dabei war, könne sich wahrscheinlich nicht vorstellen, wie das abläuft. Stadtpfarrer Leutgäb erklärt, dass im hinteren Teil der Pfarrkirche ein Plan hängt, in den sich für jede Stunde ein bis zwei Personen eintragen können. Es sei wichtig, alle Tage und Nächte zu belegen, weil sonst die Gebetskette abreißen würde. Wie die Anwesenden die Zeit nützen, sei jedem selbst überlassen. Es gehe um das Dasein vor dem – in der Hostie – anwesenden Herrn. “ Wenn sich zwei Verliebte für eine Stunde treffen, dann wissen sie auch, etwas miteinander anzufangen“, meint er. Liederbücher, Zettel und Stifte, Bibelverse in einer Schale am Eingang, CD-Player und CDs, die Heilige Schrift und das katholische Gotteslob liegen bereit, um sich die Zeit zu vertreiben. Aber auch Rosenkranz und Kreuzweg beten oder einfach Stille vor dem Herrn sind Möglichkeiten, „gut da zu sein“, wie sich der Priester ausdrückt.
Die Anbetungswoche vor zwei Jahren ist bei den Pfarreimitgliedern gut angekommen. Stadtpfarrer Leutgäb hofft, dass sich auch in 2017 viele Menschen die Zeit nehmen, Gott die Ehre zu geben, weil er es Wert ist.
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