Vernissage im Schwabmünchner Museum: Lassen Sie sich verzaubern

Bürgermeister Lorenz Müller bedankt sich bei der Künstlerin Alexandra Vassilikian (zweite von rechts), für die Bilder der Ausstellung "Aus der Seele der Erde". Mit ihm freut sich Sabine Sünwoldt (dritte von rechts).
 
Kunstvoll in Scene gesetzt: Die beiden Bilder "Auf der Seele der Erde" von Alexandra Vassililian.
Schwabmünchen: Museum und Galerie der Stadt Schwabmünchen |

Zur ersten Vernissage im Schwabmünchner Museum in 2017 erschienen rund sechzig Besucher. Das Thema lautete „Aus der Seele der Erde“ mit Bildern von Alexandra Vassilikian. Grundtenor der Ausstellung bildet ein Haiku von Matsuo Bashô: Sommergras im Wind. Alles was geblieben ist von den Träumen der Krieger. Die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Künstlerin Alexandra Vassilikian hatte der Leiterin des Museums, Sabine Sünwoldt, sechsundzwanzig Bilder zur Verfügung gestellt und ihr die Präsentation überlassen. Erster Bürgermeister Lorenz Müller eröffnete die Ausstellung mit dem Ausspruch „Lassen Sie sich verzaubern!“

Bei seiner Begrüßung stellte Bürgermeister Müller fest, dass auch viele Klimmacher unter den Anwesenden waren. An Sabine Sünwoldt richtete er den Dank für die tolle Präsentation und wünschte ihr viele Besucher in 2017. Die Museumsleiterin dankte vor allem den Mitarbeitern des Bauhofs, die ihr bei der Vorbereitung der Ausstellung zur Seite gestanden hätten. Bereits 2007 habe hier die erste Einzelausstellung in Deutschland mit der Künstlerin Alexandra Vassilikian stattgefunden, damals sei sie als „New Girl in Town“ vorgestellt worden. Zuvor schon habe es zahlreiche Ausstellungen mit ihr gegeben und sie hatte Preise und Auszeichnungen für ihre Bilder erhalten. Geboren in Bukarest als Tochter armenisch-deutscher Eltern habe sie ihr Weg nach dem Kunststudium in Bukarest nach Lissabon, London und Paris geführt, wo sie heute noch eine Wohnung und ein Atelier unterhalte. Seit 2000 lebe sie in Klimmach und verbringe immer mehr Zeit in dem kleinen Ort, sie verfüge über ein zweites Atelier in der näheren Umgebung. Im Jahr 2016 habe sie für drei Monate in Island gelebt und dort auch ausgestellt.

Eine geheimnisvolle Welt

Ihre künstlerische Arbeit beschrieb Sünwoldt als obsessiv. Angeregt worden sei ihr derzeitiges künstlerisches Forschungsfeld durch den Anblick eines gepflügten Ackers, der Erde. „Ergebnis der Forschungen sind Bilder, die uns hinein ziehen in eine geheimnisvolle und mitunter beunruhigende Welt“, findet Sünwoldt. „Die Bilder geben so viel Raum zu eigenem Erleben, zu eigener Interpretation, dass sie keine Anleitung zum Ansehen brauchen.“ Präsentiert würden die Bilder in einer Art Ruhe- oder Andachtsraum. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie das Haus ein bisschen bezauberter und beseelter verlassen als Sie es betreten haben“, formulierte die Museumsleiterin.
Die musikalische Gestaltung der Vernissage übernahm Rairda (Margarete Kron) mit Eigenkompositionen wie „Tanz im Wind“ und Elfenliedern in „Rairdisch“, einer erfundenen Sprache – der Text entstehe im Augenblick. Sie begleitete sich auf der Harfe und am elektrischen Klavier, ihr kraftvoller Gesang brauchte kein Mikrofon. Größter Fan war ihr dreijähriger Sohn Niklas, betreut von Papa Rolf. Er rief stets „Bravo Mami“, bevor das Publikum zu klatschen anfing.
Im Gespräch erzählte Alexandra Vassilikian von ihren Plänen: Nach der „Großen Schwäbischen“ und im Museum in Schwabmünchen folge am 3. Februar eine Ausstellung im Glaspalast in Augsburg zum Thema „Glauben – Berge versetzen“, im März stelle sie unter dem Motto „Freiraum“ im Abraxas aus. Im April nehme sie an einer Fotoausstellung in Ebersberg teil. Dazwischen werde sie einen Monat in Paris verbringen.
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