Wanderweg "Rund um Schwabmünchen": Mehr als nur ein paar Steine

Auch viele Familien waren beim zweiten Schwabmünchner Rundwandertag unterwegs
 
Die neuen Sitzquader kamen nicht nur wegen ihrer Optik gut an.

Wandern ist irgendwie immer "in". Vor allem, wenn es auf einem tollen Weg geschieht. Aus diesem Grund wird seit 2014 am Wanderweg "Rund um Schwabmünchen" gefeilt. Zusammen mit der Stadt Schwabmünchen stellte die Schöffel-Stiftung bei einem Aktionstag neue Ideen für die Strecke rund um die Stadt vor. Zudem konnten die Teilnehmer auch eigene Wünsche und Ideen vorbringen. Nun gab es die ersten Ergebnisse zu sehen.

Schwabmünchen Weit mehr als 150 Wanderer machten sich bei bestem Wetter im Schwabmünchner Luitpolpark auf den Weg. Ziel war es, einmal Schwabmünchen zu umrunden. Das ist inzwischen eine Wegstrecke von 13,5 Kilometern. Diese Zahl ist kein Zufall. Seit zwei Jahren arbeiten Stadt, Schöffel-Stiftung, einige Vereine und Bürger unter dem Namen "Schwabmünchen bewegt sich" an der Verbesserung des Weges. Seitdem wurden mit dem "Platz der Werte" und dem Vitalweg schon kleinere Projekte vorgestellt. Das vielleicht Größte bekamen die Wanderfreunde zum zweiten Rundwandertag erstmals zu sehen: Den Meilensteinweg und die Ruhequader. Die Qauder sind das Resultat des ersten Wandertages vor zwei Jahren. Damals wurde vielfach der Wunsch nach mehr Sitzgelegenheiten geäußert. Andrea Schöffel erklärt dazu: "Jetzt gibt es nach jeweils einem halben Kilometer einen solchen Sitzquader". Doch die sind nicht langweilig grau. Unter Leitung des Kunstvereins wurden die Betonsteine, teilweise von Kindern, kunstvoll gestaltet. Neu sind auch die neun Meilensteine, die den Weg säumen. Alle eineinhalb Kilometer steht nun ein solcher Stein. Diese Distanz entspricht einer römischen Meile, eine Hommage an römische Vergangenheit Schwabmünchens. Die Idee dazu stammt vom Architekt Werner Kraus. "Ich gehe den Weg sehr oft. Dabei fehlte mir immer eines: Orientierungspunkte, die mir sagen, wie weit es noch ist," erklärt der Ur-Schwabmünchner. Diese hat er mit den Meilensteinen geschaffen. Jeder Stein hat einen Namen, der im Bezug zu seiner Umgebung steht. Zudem haben sie, wie auch die Ruhequader, ein Schild, das angibt wieviel Strecke schon gelaufen und wieviel noch zu bewältigen sind.
Die Idee der Steine kam bei den Wanderen an, vor allem die Gestaltung der Betonquader wurde oft gelobt. "Die Steine sind so schön, ich habe jeden fotografiert," erzählt eine Teilnehmerin. Auch die geänderte Wegführung wurde gelobt. Früher ging der Weg über die Felder zur Pumpstation beim Hiltenfinger Keller und dann in den Afrawald. Dazu musste die Südspange und die Hiltenfinger Straße gequert werden. Nun geht es entlang der Südspange und dann durch den Afrawald ein Stück der Gennach entlang und durch die Wertachsiedlung. Die Straßenüberquerung ist dadurch im Bereich des Abzweiges der Südspange, wo Verkehrsinseln für mehr Sicherheit sorgen.
Für das Team von "Schwabmünchen bewegt sich" geht nach dem Rundwanderweg die Arbeit weiter. Bislang steht nur im Luitpoldpark am Start und Ziel markierenden Parkstein eine Infotafel. Doch der Weg soll mit weiteren Hinweisschildern ergänzt werden. Acht große davon stehen schon. Diese stammen von Museums- und Archivleiterin Sabine Sünwoldt und werfen einen Blick zurück auf die Schwabmünchner Geschichte. Auch weitere, alte wie neue, Ideen werden in den nächsten Wochen auf ihre Machbarkeit hin überprüft. (ckr)
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